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Freitag, 26. Mai 2017

Nachricht vom 09.06.2016 11:41 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Sachschäden, aber niemand wurde verletzt

+++ Tornado in Hamburg +++

Hamburg - Unwetter, Unwetter und nochmals Unwetter. In den letzten zwei Wochen sind so manche Keller voll gelaufen, zahlreiche Tornados gesichtet und Straßen überflutet worden. Insbesondere der Tornado in Hamburg am vergangenen Dienstag setzte der Sache dann die Krone auf.

Tornado_Hamburg_2016_Titel_IWK
Am 7. Juni 2016 vermeldete das Institut für Wetter- und Klimakommunikation einen Tornado in Hamburg [Bildrechte: iwk] 

Schon zuvor gab es bei ähnlichen Witterungsbedingungen in Schleswig-Holstein Tornadosichtungen. So war die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich in unmittelbarer Umgebung Hamburgs ein Tornado bilden kann. Und so sollte die Vorhersage des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation Recht behalten.

Gegen 18.20 Uhr formierte sich eine Gewitterzelle direkt über dem Nordosten Hamburgs, die durch die zuvor eingetragener Feuchtigkeit vorhergegangener Schauer und Gewitter zusätzlich Aufwind bekam. So entwickelte sich die Gewitterzelle zu einer Superzelle und fing an zu rotieren. Daraus entstanden dann zunächst einige Funnel, also die Vorform von Tornados. ( Ein Tornado ist eine rotierende trichterförmige Wolkenstruktur die bis zum Erdboden reicht, ein Funnel reicht dagegen nicht bis zum Boden)

Alexander Hübener

(Leiter des IWK)

Schlussendlich reichte mindestens ein Funnel bis zum Boden und der Tornado über der Hansestadt war geboren. Dabei zog er von Bramfeld über Farmsen weiter Richtung Nordosten und hinterließ regelrecht eine Schneise der Verwüstung. Ein wahres Wunder ist, dass niemand dabei zu Schaden kam. Aus den nachfolgenden Untersuchungen der Schäden von Frank Böttcher und Alexander Hübener ( Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation) sind dabei wohl Windgeschwindigkeiten von 180km/h und mehr Schuld für die teilweise gravierende Zerstörung.

Florian Slice

Wetterspiegel-User

Dicke Äste wurde regelrecht von den Bäumen gerissen und meterweit in die Umgebung geschleudert. Ganze Dächer wurden abgedeckt und einige Gartenlauben sind ganz dem Erdboden gleich gemacht worden. Dazu kam Hagelschlag mit 2 bis 4 Zentimeter im Durchmesser.

Stefan Hamburgo

Wetterspiegel-User

Massive Niederschläge von mehr als 20 Liter in kurzer Zeit ließen so manchen Keller voll laufen. Aus der Schadensanalyse geht hervor, dass es sich auf jeden Fall um einen F1-Tornado gehandelt haben muss, kurzeitig kann es aber auch ein „schwacher“ F2-Tornado gewesen sein, so Böttcher in seiner Analyse. Tornados werden im Vergleich zu Tropenstürmen nicht durch Windgeschwindigkeiten kategorisiert sondern durch ihr mögliches oder eingetroffenes Schadenspotential. Die stärksten Tornados werden als F5-Tornados klassifiziert. Ein Tornado wie der Zwillingstornado in Schleswig-Holstein ohne Schadensmuster erwies sich als F0-Tornado.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation +++

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