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Montag, 25. September 2017

Nachricht vom 26.04.2004 00:26 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

In einem gewaltigen Kraftakt stellen die Franzosen die Infrastruktur wieder her

Frankreich 3 Tage danach

Hamburg - Drei Tage nach den Orkanen in Frankreich erhöht sich die Zahl der Opfer immer noch. Nach Presseangaben wurden bis jetzt 80 Tote gezählt. Die Zahl der Vermissten wird mit 8 angegeben. Die Zahl der Verletzten ist noch nicht exakt bekannt. Drei von ihnen befinden sich noch in einem kritischen Zustand. Es kommen immer wieder Menschen hinzu, die sich bei den Aufräumarbeiten verletzt haben. Manche von Ihnen stürzten bei Reparaturarbeiten von ihren Dächern. Inzwischen hat die französische Regierung den Geschädigten 100 Millionen Francs (19,82 Mio Euro) Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Weierhin schwierig gestaltet sich die Strom-Situation:... Aktuelle Schätzungen des französischen Stromkonzerns EDF gehen zur Stunde von noch immer 1,23 Millionen Haushalten ohne Strom aus. Mit vereinten Kräften (Mitarbeiter wurden aus dem Urlaub zurückgerufen, Frührentner und Mitarbeiter anderer europäischer Firmen kurzfristig eingestellt) ist es aber gelungen, 2,2 Millionen Haushalte wieder mit Strom zu beliefern. Zudem hat die EDF alle in Europa verfügbaren Stromaggregate gekauft oder gemietet, um damit die neuralgischen Punkte wie Wasserwerke und Telefonzentren auszustatten. Dennoch stößt sie an ihre Grenzen: Strommasten, Kabel, Maschinen und Fahrzeuge werden knapp. Nach Auskunft von Einwohnern gibt es in Südfrankreich keine Kerzen mehr zu kaufen, die Inhalte der Kühlregale wurden nach Stomausfällen komplett vernichtet. Die Regale vieler Läden sind leer. 300 000 Haushalte im Norden Frankreichs sind immer noch ohne Telefon. Es wird damit gerechnet, dass es Wochen dauern wird, bevor die Leitungen wieder problemlos funktionieren. Die 700 000 gefährdeten Leitungen in der Mitte und im Süden Frankreichs werden mit immer neuen Batterien aufrecht erhalten. Um die Batterien ständig auszutauschen zu können, hat die France Telecom inzwischen einen Pendelverkehr eingerichet. Allein in diesem Bereich sind 15 000 zusätzliche Arbeiter mit den Reparatuten beschäftigt. Besonders schwierig ist die Versorgung mit Leitungswasser, die bis zum heutigen Tag in rund 500 000 Haushalten noch nicht gewährleistet ist. In den betroffenen Gebieten wird Wasser aus Zisternen in Flaschen zur Verfügung gestellt. Die Versicherungen lassen ihren Kunden zur Meldung der Orkan-Schäden zehn statt den üblichen fünf Tagen Zeit. Für entstandene Schäden bis 50 000 Francs sollen eingereichte Rechnungen ohne Expertengutachten ersetzt werden. Für ganz Europa rechnet der Rückversicherer Scor mit einer Schadenssumme von ungefähr 5 Milliarden Euro, also mehr als 10 Milliarden Mark.

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