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Montag, 25. September 2017

Nachricht vom 26.04.2004 00:26 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Schwerste Orkankatastrophe seit vielen Jahrzehnten

Orkan Lothar brach Wetterrekorde

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Auf dem Abendbild sieht man, dass Orkan Lothar bereits nach Tschechien abgezogen ist. Statt dessen sind neue Wolkenpakete über dem Südwesten aufgezogen. Sie bringen erneut Sturmböen, die aber deutlich hinter der Stärke von Lothar zur&u [Bildrechte: © by Wetterspiegel] 

Marburg - Noch bläst Orkan Lothar mit 150 Stundenkilometern über den Fichtelberg, da wird es entlang seiner Zugbahn Zeit für eine erste Bilanz: Mehr als 50 Menschen kostete der Monstersturm das Leben und von seinem verhängnisvollen Weg zeugt eine Schneise der Verwüstung: - An der bretonischen Küste hat der Sturm die Umweltkatastrophe perfekt gemacht, vor der die verantwortlichen Konzerne seit 14 Tagen Augen und Ohren verschlossen hatten: ... - Zigtausende von Seevögeln verenden jämmerlich im Ölschlick, der Hinterlassenschaft des havarierten Tankers, Urlaubsstrände sind vom Öl verpestet. Hier hatte sich der Orkan letzte Nacht gebildet, - erste Anzeichen seiner verheerenden Entwicklung waren bereits in den Abendstunden erkennbar! In Nordfrankreich schlug der Monstersturm dann am Morgen mit voller Gewalt zu: Die schwersten Orkanböen seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen sorgten auch in der Millionenmetropole Paris für ein Desaster: Allein in dem berühmten Parc de Versailles entwurzelte der Sturm über 4000 Bäume, Fenster wurden eingedrückt, Autos wie Spielzeug durch die Luft gewirbelt. Die Spitzenböen erreichten hier bereits 171 km/h... - Dann schlug LOTHAR in Südwestdeutschland zu: Inzwischen auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung angelangt, fällte er im Schwarzwald ganze Waldgebiete, unterbrach Stromleitungen und deckte zahllose Dächer ab. Auf dem Feldberg wurde am Mittag eine Spitzenbö von 215 km/h gemessen. Diese Geschwindigkeit entspricht derjenigen eines Hurrikans der Klasse 3. - Inzwischen stellte sich der Orkan in Satellitenbildern auch optisch geradezu wie ein kleiner Wirbelsturm dar... - Am Nachmittag traf es dann Südostbaden und anschliessend Bayern: Der heftigste Orkan seit Jahrzehnten hinterließ in den überstrichenen Regionen auch hier ein Bild der Verwüstung. Die Schäden des Monstersturms werden in 3-stelliger Millionenhöhe vermutet. Und auch in der Schweiz hat der Megasturm immense Schäden hinterlassen. Ersten Meldungen zufolge legte der Sturm allein hier über 1 Million Kubikmeter Wald wie Streichhölzer um... - Bleibt die Frage, warum vor diesem Sturm nicht früher gewarnt worden ist und ob frühere Warnungen überhaupt möglich gewesen wären. Da sich der Orkan erst in den Abendstunden des gestrigen Tages entwickelte, war der Spielraum für geeignete Vorwarnungen sicher gering. Dennoch muß festgehalten werden, daß spätestens seit Samstag abend, 22 Uhr zumindest die potentielle Möglichkeit erkennbar gewesen ist, daß sich das bis dahin unscheinbare Wellentief südlich von Irland zu einem gefährlichen Killersturm entwickeln könnte... So diskutierten Hobbymeteorologen in diversen Internet-Wetter-Foren eifrig über die Entwicklungsmöglichkeiten eben dieser Welle und noch vor 23 Uhr war man sich weitgehend einig: Da braut sich ein Megasturm zusammen! - Für viele jener Wetterverrückten folgte eine schlaflose Nacht voller Aufregung und Spannung. Auch Angehörige unserer Wetterredaktion verzichteten zugunsten der Beobachtung der Ereignisse auf den Schlaf. - Auf offizielle Unwetterwarnungen wartete man allerdings bis zum frühen Morgen leider vergeblich, es war nunmal Weihnachten....

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