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Montag, 25. September 2017

Nachricht vom 26.04.2004 00:26 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Pressemitteilung im Originaltext. Herausgeber: Greenpeace

Tauziehen um den kanadischen Regenwald geht weiter

Hamburg - Das Tauziehen um den Schutz des kanadischen Regenwaldes geht weiter. Die deutschen Papierhersteller und Zeitschriften-Verlage wollen bis Ende Januar abwarten, ob sie ihre Lieferverträge mit Holzfirmen kündigen, die im kanadischen Regenwald einschlagen. Bis dahin soll ein Angebot der kanadischen Forstindustrie über einen befristeten Einschlagstopp für 18 Monate vorliegen. Bei einem Treffen mit Greenpeace versicherten Vertreter von Papierindustrie und Verlagen, dass sie von diesem Angebot ihre weiteren Geschäftsbeziehungen mit den kanadischen Lieferanten abhängig machen.... Pro Jahr beziehen die deutschen Papierhersteller rund 800.000 Tonnen Zellstoff aus Kanada im Wert von über 500 Millionen Mark. Etwa die Hälfte davon stammt aus der kanadischen Provinz British Columbia, darunter auch Zellstoff aus Regenwald-Kahlschlägen. Die kanadischen Holzfirmen sollten ursprünglich schon in dieser Woche ein Angebot für ein Einschlags-Moratorium vorlegen. \\\"Die Holzindustrie ist immer noch nicht bereit, auf die Abholzung der tausendjährigen Urwaldriesen am Kanadas Westküste zu verzichten. Jetzt endlich drängen auch die deutschen Großkunden auf mehr Urwaldschutz. Ende Januar wird sich zeigen, ob die Kanadier wirklich umdenken wollen und ob die deutschen Abnehmer Wort halten, falls die Abholzungen doch weitergehen\\\", sagt Greenpeace-Waldexperte Dr. Thomas Henningsen. Nur 20 Prozent der Regenwaldtäler zwischen Vancouver und Alaska sind bisher vom Einschlag verschont geblieben. Für diese letzten intakten Täler fordert Greenpeace den Einsatz einer unabhängigen Experten-Komission, die einen Plan für den dauerhaften Schutz der Regenwaldgebiete erarbeitet. Nach intensiven Gesprächen mit Greenpeace und einer Reise mit den Umweltschützern zu den betroffenen Waldgebieten im vergangenen August hatten Vertreter des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP) und des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die großen kanadischen Holzkonzerne aufgefordert, den Kahlschlag in den noch unberührten Regenwaldgebieten zu stoppen. Außerdem soll in den bereits eingeschlagenen Waldgebieten eine schonende Waldnutzung erfolgen. In den kommenden Wochen verhandeln in Kanada die Forstindustrie, die Provinzregierung von British Columbia und Greenpeace sowie anderen Umweltgruppen über die Frage, wie das 18monatige Moratorium aussehen könnte. Strittig ist vor allem die Frage, für welche Urwaldtäler ein Einschlag-Stopp verhängt werden soll. \\\"Während man über einen Kuchen verhandelt, kann man ihn nicht essen. Deshalb haben wir eine Liste derjenigen Täler vorgelegt, die während der Gespräche tabu sind, sonst werden die Verhandlungen sinnlos\\\", so Thomas Henningsen. Es ist zu befürchten, dass die kanadische Industrie das jetzt angekündigte 18monatige Moratorium nur für diejenigen Täler verhängen will, in denen für das Jahr 2000 sowieso kein Einschlag geplant war, und dafür in anderen Tälern einschlägt. Thomas Henningsen: \\\"Die alte Taktik des `talk and log` werden wir nicht akzeptieren. Und wir erwarten, dass sich auch die deutschen Papierhersteller und Verlage im Januar davon nicht überrumpeln lassen und falls nötig ihre Konsequenzen ziehen\\\".

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