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Dienstag, 25. September 2018

Nachricht vom 26.04.2004 00:25 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Zu warm und im Osten Rekordwerte

Das Jahr 2000 in Österreich

Wien - Das zu Ende gehende Jahr 2000 ist seit Wochen wegen der Rekord-Jahresmitteltemperatur im Gespraech. Heute ist es moeglich, schon recht genaue Zahlen zu bieten. Zwar begann das Jahr 2000 mit einem zu kalten bis normal temperierten Jaenner, danach folgte aber bis einschliesslich Juni eine Reihe von teilweise aussergewoehnlich warmen Monaten. Ausgerechnet der Ferienmonat Juli lag dann in beinahe ganz Oesterreich unter dem Normalwert. Danach brachte nur noch der September etwas gedaempfte Temperaturen, ehe die letzten drei Monate endgueltig fuer das dritte Rekordjahr in diesem Jahrzehnt sorgten. Zuvor waren in der 225-jaehrigen Wiener Temperaturreihe schon 1992 und dann 1994 die waermsten Jahre seit Beginn dieser Messungen 1775 gewesen. Die Jahresmittel der Temperatur liegen 0,5 Grad bis etwa 2 Grad C ueber dem Normalwert. Besonders warm im Vergleich zum Durchschnitt war es von Unterkaernten und dem oberen Murtal bis in das Burgenland, bis in den Osten Niederoesterreichs und bis Wien. Kleinraeumig aehnlich hohe Abweichungen wurden fuer das Alpenvorland in Oberoesterreich und das Unterinntal ermittelt. Wie bereits erwaehnt, wird in Wien das Jahresmittel der Temperatur (berechnet aus 24-stuendigen Tagesmitteln) 11,8 Grad C betragen und damit um 0,2 Grad ueber dem bisher waermsten Jahr 1994 liegen. Gleiches gilt aber nur fuer einen relativ kleinen Raum von Tulln ueber Wien bis Wr. Neustadt und eventuell Eisenstadt. Von den anderen Landeshauptstaedten koennte auch Graz die Werte von 1994 erreichen oder knapp uebertreffen, hier bleibt aber noch das Vorliegen gepruefter Daten im Laufe des Jaenners abzuwarten. Weiter im Westen wurden hingegen die Werte des auch hier bisher waermsten Jahres 1994 meist um wenige Zehntel Grad C verfehlt. Die Temperaturextreme des Jahres waren 38,2 Grad C am 19.8.2000 in Andau (B) und -26,3 Grad C am 26.1.2000 in Lunz am See. Die Niederschlaege entsprechen in der Osthaelfte Oesterreichs dem langjaehrigen Durchschnitt oder liegen knapp unter ihm. Hier macht sich noch die schlimme Duerre im Fruehling und Fruehsommer bemerkbar. Im Westen und Sueden hingegen uebertreffen die Jahressummen des Niederschlags die Erwartungswerte um bis zu 50 Prozent. In Osttirol und Oberkaernten sorgten extreme Niederschlaege mit lokal katastrophalen Folgen im Oktober und November statistisch fuer mehr als Ausgleich nach grosser Trockenheit im Winter. Die Sonne strahlte in ganz Oesterreich laenger als ueblich vom Himmel. In Bregenz konnte man sich an 100 zusaetzlichen Sonnenstunden erfreuen, in Wien, Graz und Klagenfurt sogar an rund 300. In Graz ist 2000 damit das sonnigste Jahr seit Vorliegen vergleichbarer Messwerte (Beginn 1922), in Klagenfurt, wo eine laengere Messreihe existiert, war es 1921 zuletzt sonniger als heuer.

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