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Montag, 16. Juli 2018

Nachricht vom 26.04.2004 00:25 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Das Wetter in diesem Herbst ist auch in Österreich unnormal

Zu warm und zu nass

Flagge Austria
[Bildrechte: © by Wetterspiegel] 

Wien - Die Lufttemperatur lag in diesem Herbst mit Ausnahme Osttirols allgemein ueber dem langjaehrigen Mittel, verbreitet um 0,4 bis 2 Grad C. Noch hoehere Abweichungen bis 2,7 Grad wurden in Foehnlagen des Inntals vom Raum Innsbruck flussabwaerts sowie vom Lungau suedostwaerts bis in die suedliche Steiermark festgestellt. Im Westen gab es vielfach im Jahr 1987 höhere Herbst-Mitteltemperaturen als heuer, im Osten und Sueden traten höhere Werte verbreitet zuletzt 1926 auf. In Wien-Hohe Warte allerdings wird das Temperaturmittel fuer diesen Herbst voraussichtlich 12,0 Grad C betragen und damit ueber dem des Herbstes 1926 (11,5 Grad C) liegen. Selbst der "sagenhafte" Rekordwert aus 1802 wuerde damit eingestellt. Die absoluten Extremtemperaturen dieses Herbstes waren 28,6 Grad C am 13.September in Wien-Unterlaa und -6,8 Grad C am 12. November in St. Michael/Lungau und in Puchberg am Schneeberg. An einigen Messstellen, etwa in Salzburg, Freistadt oder St. Poelten, lag der Monatshoechstwert des Oktobers ueber dem des Septembers... Die Summen des Niederschlages lagen im Westen, Norden und Osten um den Normalwert oder 20 bis 50 Prozent ueber diesem. Im Raume Innsbruck sowie in Linz und Umgebung war es mit etwa 160 Prozent des Erwartungswertes noch etwas naesser. Bei weitem am niederschlagsreichsten waren aber Osttirol, Kärnten, der Lungau und das obere Murtal in der Steiermark. In diesen Regionen wurden 170 bis nahezu 300 Prozent des langjaehrigen Durchschnitts erreicht. In Koetschach/Mauthen wurden in drei Monaten ueber 1100 mm Niederschlag gemessen, das entspricht fast der durchschnittlichen Jahressumme der nicht durch ihr trockenes Klima bekannt gewordenen Stadt Salzburg. Auch die groesste Tagessumme von 96 mm wurde am 6. November in Koetschach/Mauthen gemessen. Die Landeshauptstadt Klagenfurt war mit nur 439 mm geradezu beguenstigt, doch muss man hier bis 1933 zurueckblaettern, um einen niederschlagsreicheren Herbst zu finden; damals waren es 585 mm. Die Sonne erfuellte die Erwartungen weitgehend, mit 93 bis 107 Prozent der Normalzahl an Sonnenstunden blieb sie nirgends weit ueber oder unter den Erwartungen. Dabei war es im Osten Oesterreichs sonniger als im Westen und Sueden. WETTERUEBERSICHT NOVEMBER 2000: DEM WINTER KEINE CHANCE Der November 2000 wird als in Teilen Oesterreichs aussergewoehnlich warm oder nass in Erinnerung bleiben. In ganz Oesterreich werden die Monatsmittel der Temperatur weit ueber dem langjaehrigen Durchschnitt liegen. Im Westen Österreichs von Vorarlberg ueber Tirol und den Norden Salzburgs bis Oberösterreich wird es etwa 2 Grad bis knapp mehr als 3 Grad waermer als normal werden. Im uebrigen Oesterreich werden diese Abweichungen sogar 2,5 Grad bis etwa 4 Grad betragen. Im Westen Oesterreichs findet sich in der Chronik beim Zurueckblaettern allerdings schon 1994 ein waermerer November als heuer. Dagegen gelangt man beim Suchen in der Wiener Temperaturreihe in das Jahr 1926, bis man einen waermeren November als im Jahr 2000 findet. Das damalige Monatsmittel von 9,2 Grad C wird heuer allerdings um gut 1 Grad C verfehlt werden. Viel knapper ist das Rennen in Eisenstadt, Graz und Klagenfurt, wahrscheinlich werden aber auch hier die Werte von 1926 nicht ganz erreicht werden. Gekennzeichnet war der November nicht durch besonders warme Einzeltage, sondern durch das fast voellige Fehlen zu kalter Tage. Viele Messstellen meldeten nur an einem Tag oder an zwei Tagen unternormale Temperaturen. In St. Wolfgang wurde am 13. mit 21,5 Grad C die hoechste Temperatur dieses Novembers gemessen, die tiefste von -6,8 Grad wurde am 12. nicht nur in St. Michael/Lungau, sondern auch in Puchberg/Schneeberg abgelesen. Die Monatssummen des Niederschlages werden im Bereich des Alpenhauptkammes und besonders suedlich desselben weit ueberdurchschnittliche Werte erreichen. Im Bereich der noerdlichen Kalkalpen, im ober- und niederoesterreichischen Alpenvorland sowie im Wald- und Muehlviertel fielen dagegen nur etwa 50 bis 75 Prozent der Normalmengen. Schwerpunkt der Niederschlaege waren Osttirol und Oberkaernten, wo 300-400 Prozent des Erwartungswertes an Regen oder Schnee zu enormen Schaeden an Gebaeuden und Kulturen fuehrten. Die groesste Monatssumme meldet Reisach/Gailtal mit 525 mm. Seit Beginn der Messungen vor ueber 40 Jahren war eine derartige Menge dort noch nicht verzeichnet worden. Die groesste Tagessumme wurde am 6. in Koetschach/Mauthen mit 96 mm gemessen. Schnee fiel zwar um den 20. im Westen und Sueden bis gegen 600 m Seehoehe herab, am Monatsende trifft man aber erst oberhalb von 1200 bis 1500 m auf eine Schneedecke. Die Sonne hat im Nebelmonat November ohnehin nur geringe Erwartungen zu erfuellen. Im Wolken- stau Kaerntens hat sie das nicht geschafft und blieb einige Stunden unter dem Soll. Dafuer durften sich die Menschen in Bregenz, Linz und Wien taeglich an einer guten halben Stunde mehr Sonnenschein als normal erfreuen.

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