Mein Wetter 
 Europa  >  Deutschland  >
Dienstag, 23. Januar 2018

Nachricht vom 26.04.2004 00:25 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Ganze Erdteile überstrahlen das Dunkel der Nacht

Lichtverschmutzung: Die Erde leuchtet

Earthlig
Ein Bild aus dem Weltraum zeigt es genau: Längst wird es auf der Erde nachts nicht mehr überall dunkel! Das aus Hunderten von hochauflösenden Satellitenbildern zusammengesetzte Erd-Panorama zeigt, wo es nachts besonders hell ist (für größeres Bild bit [Bildrechte: © by http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap001127.htm] 

Sternenfreunde aus aller Welt klagen seit Jahren darüber, - jetzt belegen Satellitenbilder aus dem Weltraum sehr eindrucksvoll, dass sie nicht übertreiben: In weiten Teilen der Erde wird es nachts nicht mehr richtig dunkel! Wer den Sternenhimmel so bewundern will, wie einst unsere Vorfahren, der muss heutzutage schon in sehr abgelegene Gebiete der Erde reisen, um den Sternenhimmel wenigstens einmal in seiner ursprünglichen Pracht geniessen zu können. Nur tief im Inneren der Kontinente ist die Nacht noch das, was sie früher einmal war, - eine echte Dunkelzeit für Mensch und Natur... Insbesondere in Nordamerika, Europa, Japan und Südasien sind die Nächte dagegen in Folge der äußerst dichten Besiedlung inzwischen so hell, dass auch bei klarem Himmel nur noch ein Bruchteil der Sterne zu sehen ist, die bei vollkommener Dunkelheit am Himmelszelt leuchten würden. Vor allem die nächtliche Beleuchtung von Städten und Industrieanlagen tragen zu dieser traurigen Bilanz bei. Sternfreunde sprechen längst von "Lichtverschmutzung" und wer sich die Erde einmal bei Nacht vom Weltraum aus betrachtet, merkt sehr schnell, dass sie nicht übertreiben. - Nur tief im Inneren der Kontinente wird es noch wirklich dunkel. Überall sonst sorgen Strassenbeleuchtungen, Lichtreklamen und der ständig zunehmende Verkehr für ein permanentes Dämmerlicht, das unseren Planeten bei klarem Wetter nachts sogar weit in den Weltraum hinaus aufleuchten läßt. Satellitenbilder zeigen das dramatische Ausmaß dieser Lichtverschmutzung: Neben den großen Weltmeeren präsentieren sich lediglich Kanada, Teile Alaskas und Südamerikas, Innerasien, die zentralen Regionen Afrikas und Australiens sowie Grönland und die Antarktis dem Beobachter aus dem Weltraum noch richtig dunkel. Inzwischen haben sich Initiativen gegen die Lichtverschmutzung gebildet, deren Ziel es ist, analog zu Initiativen gegen die fortschreitende Luftverschmutzung nach Wegen zu suchen, wie den immer helleren Nächten entgegengewirkt werden kann. Im Gegensatz zu früheren Tagen ist es heutzutage in vielen Gebieten der Erde nicht mehr möglich, lichtschwache Gestirne, so z.B. auch Asteroide, die aufgrund ihres möglichen Kollisionskurses mit der Erde unter Umständen sogar eine ernste Gefahr für unseren Heimatplaneten darstellen könnten, zu beobachten, geschweigedenn solche Himmelskörper frühzeitig zu entdecken. - Der romantische Blick in die Hunderttausend Sterne am nächtlichen Himmelszelt gehört ohnehin längst ferner Vergangenheit an. Astronomen aus aller Welt fordern seit Jahren Massnahmen gegen die immer rasanter fortschreitende Lichtverschmutzung, aber beim Blick auf unser nächtliches Satellitenbild wird deutlich, dass sie einen aussichtslosen Kampf gegen Windmühlenflügel zu führen scheinen...

Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Diese Seite zu Google-Lesezeichen hinzuf�gen Diese Seite zu del.icio.us hinzuf�gen Diese Seite zu LinkArena hinzuf�gen oneview - das merk ich mir!
Diese Seite gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf einen der nebenstehenden Buttons, um Sie zu Ihren bevorzugten Favoritenseite hinzuzufügen.
Wetterspiegel Alle auf dieser Site zur Verfügung gestellten Informationen sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
Bitte beachten Sie auch unser Impressum und unsere AGB.