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Dienstag, 23. Januar 2018

Nachricht vom 26.04.2004 00:25 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Langfristprognostiker schüren die Spekulationen

Winter 2000/2001: Mild oder frostig?

Schnee Feld
Schnee! - Der Traum aller Kinder und vieler Wintersportler geht nur selten in Erfüllung. Daran können auch die günstigsten Langfristprognosen nichts ändern. Denn Wetter läßt sich nunmal nicht für Wochen, sondern allenfa [Bildrechte: © by Wetterspiegel] 

Widersprüchliche Medienberichte sorgen dieser Tage mal wieder für Spekulationen darüber, ob uns der kommende Winter Schnee und Kälte oder vorwiegend linde Lüfte und Regen servieren wird. Während die Berliner Langfristprognostiker Röder und Dettmann - von unbedeutenden Unterschieden abgesehen - übereinstimmend einen milden Hochwinter verkündigen, stellt die österreichische "Kronen Zeitung" unter Berufung auf einen Vertreter des österreichischen Wetterdienstes ZAMG zumindest für die Alpenrepublik einen "deutlich zu kalten" Winter mit seltenen, dafür aber kräftigen Schneefällen in Aussicht. - Der Konsument von Wettervorhersagen ist bei diesem Nachrichten-Verwirrspiel einmal wieder der Dumme, denn die so gegensätzlichen Aussagen über die kommende Witterung sind bestenfalls dazu geeignet, das Vertrauen in die Zunft der Meteorologen abermals schwer zu erschüttern! - Wir erinnern uns: Erst im Mai hatte der Berliner Prognostiker Röder in der Tageszeitung DIE WELT einen "Saharasommer" mit Julitemperaturen bis 40 Grad angekündigt. - Tatsächlich wurde die 25-Grad-Hürde in jenem verunglückten Sommermonat nur selten überschritten und in den Alpen schneite es bisweilen sogar bis in die höher gelegenen Täler herab. (Klicken für ganzen Bericht)... - Der Grund für die mangelnde Zuverlässigkeit derartiger Langfristprognosen steckt in der Natur der Sache selbst: Wetter unterliegt nämlich dem physikalischen "Chaos-Prinzip". Und das bedeutet, dass Prognosen über einen längeren Zeitraum als maximal 10 bis 14 Tage kaum noch möglich sind und für die solche dennoch verbreitenden Medien allenfalls einen auflagen- bzw. quotensteigernden Unterhaltungswert haben. Der Glaubwürdigkeit der Meteorologen erweisen derartige Veröffentlichungen dagegen einen Bärendienst. Denn wer nimmt einen Berufsstand schon ernst, dessen schillerndste Vertreter sich ungeachtet ihrer regelmäßig wiederkehrenden Fehlleistungen, immer wieder in den Massenmedien mit Jahreszeitenvorhersagen in Szene setzen zu müssen glauben, während andererseits selbst Prognosen für den nächtsfolgenden Tag noch lange nicht immer genau so eintreffen, wie sie angekündigt wurden? - Im Interesse seriöser meteorologischer Dienstleistungen empfehlen wir unseren Besuchern daher: Stellen Sie sich getrost darauf ein, dass der kommende Winter jede Menge Überraschungen bereithalten wird, aber nehmen Sie die sensationsträchtigen Schlagzeilen dieser Tage lieber nicht für bare Münze, - sie sind nicht das Papier wert, auf das sie gedruckt werden...

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