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Samstag, 23. September 2017

Nachricht vom 21.09.2004 12:13 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Auf Haiti wurden ganze Dörfer von Wassermassen zerstört

Hunderte Tote durch Tropensturm JEANNE

Gonaives/Haiti (ots) - Die von Tropensturm "Jeanne" ausgelösten Überschwemmungen im ärmsten Karibikstaat Haiti haben sich verheerender ausgewirkt als zunächst angenommen. Allein in der Stadt Gonaives im Nordwesten des Landes starben nach jüngsten Schätzungen mindestens 500 Menschen.Auch ein CARE-Mitarbeiter kam ums Leben. Der Logistiker Mitial Aldonias ertrank am Sonntag bei dem Versuch, andere aus den Fluten zu retten. Nach zwei Tagen anhaltenden Regens behindern die katastrophalen Überflutungen erste Hilfsmaßnahmen auf der Insel. Das Zentrum von Gonaives steht fast völlig unter Wasser. Am schlimmsten betroffen sind die ärmsten Bewohner im Norden und Nordwesten Haitis. Viele von ihnen leben an Berghängen und in sonst trockenen Flussläufen, die nun durch Schlammlawinen und blitzartig steigende Wasserpegel zu Todesfallen wurden."CARE wird eine umfassende Hilfsaktion in der Region starten, sobald das Wasser weicht", sagt Abby Maxman, Länderdirektorin von CARE in Haiti. CARE bereitet sich darauf vor, in Abstimmung mit der haitianischen Regierung, den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen Nothilfemaßnahmen durchzuführen. "Im Moment allerdings können sich unsere Helfer selbst nur sehr eingeschränkt bewegen, weil mit Gonaives auch der Hauptsitz von CARE in der Region von den Fluten eingeschlossen ist", berichtet Edith Wallmeier, Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland.Am dringendsten brauchen die Überlebenden sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und Notunterkünfte. CARE verfügt über eine ausgedehnte Infrastruktur und mehr als 200 Mitarbeiter in der Region. In letzter Zeit hatte CARE unter anderem Soforthilfe im Kampf gegen die Folgen einer anhaltenden Dürre geleistet. Ressourcen aus diesem Programm sollen in die Fluthilfe umgeleitet werden. "Die Folgen der Flut, vor allem durch Schlammlawinen und Überschwemmungen, werden weit schlimmer sein als die Dürreschäden", prognostiziert CARE-Länderdirektorin Maxman. Wie in Gonaives bleibt der Zugang zu betroffenen Städten und Dörfern schwierig, bis sich das Wasser zurückzieht. Sobald die Pegel fallen, werden CARE und seine Partnerorganisationen mit der Verteilung von Lebensmitteln beginnen und Material zur Errichtung von Notunterkünften ausgeben. "Haiti hat im vergangenen Jahr bereits erheblich unter Dürren, Überschwemmungen und politischen Unruhen gelitten", so Maxman. "Diese jüngste Katastrophe unterstreicht einmal mehr, wie wichtig nicht nur die Nothilfe, sondern auch langfristige Lösungen zur Überwindung der Armut in diesem Land sind."Für den Beginn dieser Woche waren weitere Regenfälle vorausgesagt, die die Gefahr von weiteren Erdrutschen und Todesfällen erhöhen. Um die Überlebenden der Flutkatastrophe mit Soforthilfe und Wiederaufbauprogrammen unterstützen zu können, ist CARE auf Spenden angewiesen: Spendenkonto 44 040 - Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) - Stichwort "Fluthilfe Haiti" - Online-Spenden: www.care.de

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