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Donnerstag, 23. November 2017

Nachricht vom 30.11.2009 17:46 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Dieser November war deutlich zu mild!

Monatsrückblick

Spruehregen
[Bildrechte: Daniel C. Bowman] 

Die anhaltende Südwestwetterlage bescherte den Deutschen im November 2009 viel zu milde Temperaturen, etwas zu wenig Sonne und mehr Niederschlag als normal.

Im November wäre in Deutschland eine Temperatur zwischen 3 Grad im Süden und 7 Grad an der Nordsee normal. Durch den anhaltenden Zustrom milder Luftmassen aus dem Süden Europas wurden allerdings in ganz Deutschland Mitteltemperaturen zwischen 6 und 9 Grad registriert. Das ist im Mittel 3,3 Grad zu warm für November. Die höchste Temperaturabweichung wurde dabei in Hannover gemessen. Dort lag die Temperatur mit 9,3 Grad um 4,3 Grad über dem Schnitt. Auch auf der Zugspitze war es mit -5,3 Grad fast 2 Grad zu warm. Der wärmste Tag war am 20. November. In Freiburg wurden an diesem Tag 20,9 Grad registriert.

Obwohl der November im Vergleich zum langjährigen Klimamittel (1961-1990) viel zu mild war, kann kein Zusammenhang zum Klimawandel hergestellt werden. Dennoch wird darüber spekuliert, dass Südwestwetterlagen häufiger auftreten, so dass beispielsweise im Herbst milde Luftmassen aus dem Süden Europas bis nach Deutschland transportiert werden. Diese Annahmen sind allerdings noch nicht belegt.

Die Sonne zeigte sich im November vor allem in der Nordwesthälfte sehr selten. In Schleswig wurden mit gerade einmal 13,0 Stunden Sonne im November nur 26% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Auch die Hamburger haben insgesamt nur 14,7 Stunden (28%) Sonne gesehen. In Dresden und Straubing hingegen gab es 85,0 (144%) und 67,4 (142%) Stunden den meisten Sonnenschein. Auch dies ist auf die Südwestwetterlage zurückzuführen. Über den Nordwesten zogen immer wieder Tiefs mit ihren Ausläufern, die viele Wolken und Regen brachten, wohingegen im Südosten längere Zeit Hochdruck herrschte, so dass sich die Sonne am Tag nach Nebelauflösung öfter zeigte.

In Hinblick auf den Niederschlag ist festzustellen, dass im November im Mittel 26% mehr Niederschlag fiel als normal. Im Nordwesten war es aufgrund der durchziehenden Tiefausläufer mit zirka 120 bis 211% nasser als normal. An der Spitze liegt Hannover. Dort fielen mit 110,5 Millimeter pro Quadratmeter 211% des mittleren Niederschlags für November. Im Südosten war es mit 61 bis 98% etwas trockener als normal. Die geringste Niederschlagsmenge fiel mit 42,6 Millimeter pro Quadratmeter (81%) in Augsburg, nur auf der Zugspitze gab es mit 96,9 Litern prozentual (61%) noch weniger Niederschlag.

Im Nordwesten blieb der November als grauer, trüber und nasser Monat in Erinnerung, während im Süden oft die Sonne schien und im Schnitt nicht mehr Niederschlag fiel als sonst. Doch alle sind sich einig: Dieser November war viel zu mild!

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Julia Fruntke vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) und herausgegeben am Montag, den 30. November 2009, um 17:46 Uhr MEZ. +++

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