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Eindrucksvolle Wirbel um die Kanaren

Imposanter Saharastaub-Ausbruch

Staubausbruch 100708
Das Satellitenbild vom 8. Juli 2010 zeigt zum einen einen eindrucksvollen Staubausbruch (gelb) westlich von Afrika und zum anderen wundervolle Wirbel südwestlich der Kanarischen Inseln. [Bildrechte: rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov] 


Hamburg - Am Donnerstag kam es zwischen tieferem Luftdruck über der südwestlichen Sahara und einem Hoch über dem Atlantik zu einem Sandsturm, der größere Mengen Saharastaub mit nordöstlicher Anströmung auf den Atlantik transportiert hat. Die Staubwolke ist auf dem nebenstehenden Satellitenbild deutlich als gelbliche Färbung zu erkennen.

Forschungsergebnisse erklären intensivere Staubtransporte

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stieg die Staubmenge in der Sahara rapide an. Zudem bauten die Bewohner der Sahelzone die kommerziell betriebene Landwirtschaft zum selben Zeitpunkt stark aus. Neueste Forschungen zeigen nun, dass beide Ereignisse in engem Zusammenhang stehen müssen. Die Landwirtschaft in Nordafrika hat möglicherweise zu einer durchschnittlich höheren Konzentration von Saharastaub in der Atmosphäre beigetragen. Die größte Wüste der Welt ist die bedeutsamste Quelle für den atmosphärischen Staubeintrag.

Eindrucksvolle Wirbel um die Kanaren

Das Satellitenbild zeigt ebenfalls wunderschöne Wirbel hinter den Kanaren. Mit dem Nordostwind, der im Uhrzeigersinn um das Hoch nordwestlich der Kanaren weht, bildeten sich in den vergangenen Wochen häufig sogenannte Kármánsche Wirbelstraßen hinter den Kanaren aus. Diese prächtigen gegenläufigen Wirbel, wie sie im Bild zu sehen sind, entstehen aufgrund der hohen Vulkane auf den Kanaren. Mit der Anströmung aus dem Nordosten trifft die Luft auf die Vulkane und teilt sich sozusagen hinter ihnen (südwestlich der Inseln). Auf der einen Seite weht die Luft dann im Uhrzeigersinn, auf der anderen entgegen dem Uhrzeigersinn.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Niko Renkosik und Julia Fruntke vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK). +++

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