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Montag, 22. Januar 2018

Nachricht vom 22.09.2010 15:45 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Die Besonderheiten des Herbstes

Herbstwetter – Gefahren drohen


Hamburg - Am 23. September ist bekanntlich Herbstanfang. Die Tag- und Nachtgleiche von jeweils 12 Stunden gilt nur einen Tag, da die Nächte täglich um zwei Minuten länger, die Tage entsprechend um zwei Minuten kürzer werden. Die Sonne verliert scheinbar ihre Kraft. Der auf der Nordhalbkugel niedriger werdende Sonnenhöchststand bewirkt eine spürbar und messbar verminderte Sonneneinstrahlung und verringert die Erwärmung der Luft und des Wassers am Tag. Daher wird es tagsüber langsamer warm und es kühlt in den Nächten immer länger aus. Die Folge ist, der Herbst neigt zu gefährlichem Bodennebel, es wird in klaren Nächten außerdem schon jetzt empfindlich kalt. Durch die größer werdenden Temperaturdifferenzen zwischen dem Polargebiet, wo die Nächte rasant länger werden, zum subtropischen Bereich, erhöht sich der Wärme- und Kälteaustausch vor allem über dem Nord-Atlantik. Dies führt zu stärkeren Luftdruckgegensätzen, die wiederum sich in teils starken Tiefdruckgebieten und einem meist ebenso starken Azorenhoch zeigen. So kann es sein, dass der Goldene Oktober tagelang herrliches ruhiges Herbstwetter in Deutschland bringt, wenn das Azorenhoch zu nach Mitteleuropa verlagert hat, gleichzeitig kann es aber auch am östlichen Rand des Hochdruckgebietes in einer andauernden Westströmung zu wiederkehrenden Sturmereignissen kommen, die den typischen nasskalten stürmischen Herbst widerspiegeln.

Gefahren für den Straßenverkehr

Für die Autofahrer ist vorausschauendes Fahren im Herbst besonders wichtig. Feuchtes Laub auf der Straße, die frühe Dämmerung, der Wind, die Nässe und der Nebel lassen das Unfallrisiko wieder erheblich ansteigen. Gefährliche Straßenverhältnisse ergeben sich bisweilen ganz unerwartet, warnt auch der ADAC. Vor allem bei eingeschränkter Sicht durch Nebel gelte: Fuß vom Gas. Bei eingeschränkter Sicht durch Nebel gilt stets die Faustformel ?Sichtweite ist gleich Fahrgeschwindigkeit?. Konkret bedeutet das: Liegt die Sicht bei weniger als 50 Metern, darf auch der Tacho nicht mehr als 50 km/h anzeigen und die Nebelschlussleuchte ist dann einzuschalten. Orientieren können sich die Autofahrer dabei an den Leitpfosten am Straßenrand, die auf Landstraßen und Autobahnen im 50-Meter-Abstand stehen. Gedrosseltes Tempo bei schlechter Sicht oder bei Fahrten durch Waldstücke empfiehlt sich auch noch aus einem anderen Grund: Mit abnehmendem Tageslicht sind Wildtiere morgens später und abends früher aktiv. Rund 2800 Verkehrsteilnehmer werden jährlich bei Wildunfällen verletzt.

Vorsicht bei verschmutzten Fahrbahnen und Wildwechsel

Besonders in der Dämmerung treffen zwei Risikofaktoren zusammen: Die Sichtverhältnisse sind schwierig einzuschätzen und die Wildtiere oft unterwegs. Vorsicht ist im Herbst auch geboten, wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge nach der Ernte die Straße verschmutzen, können Lehm- und Erdklumpen leicht zu gefährlichen Situationen führen, insbesondere wenn sich die Klumpen mit Feuchtigkeit zu einem rutschigen Schmierfilm verbinden. Auch der Blick in den Himmel kann im Herbst vor unliebsamen Überraschungen schützen. Bei Sturm und starken Winden sollte man sein Auto nicht unbedingt unter Bäumen, insbesondere Pappeln, parken. Herabfallende Äste könnten das Fahrzeug beschädigen. Vielfach unterschätzt wird die Schmierseifenwirkung von feuchtem Laub. Gleiches gilt für Raureif oder Bodenfrost, der sich in den letzten Tagen selbst in tieferen Lagen bereits gezeigt hat. Im Herbst sollte deswegen auch auf vermeintlich sicheren Strecken besonders vorsichtig gefahren werden.

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