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Sonntag, 16. Dezember 2018

Nachricht vom 28.09.2010 21:15 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Starker Dauerregen löst erneut Katastrophenalarm aus

Erneut Hochwasser an der Neiße


Görlitz ? Der Osten Sachsens ist sieben Wochen nach dem letzten Hochwasser nach starkem Dauerregen in den letzten drei Tagen erneut von Überflutungen betroffen. Felder wurden überschwemmt, Straßen gesperrt, Keller sind mit Wasser vollgelaufen. Die Behörden in den sächsischen Landkreisen Zittau und Görlitz lösten am Dienstag Katastrophenalarm aus. Die Pegel der Flüsse stiegen stetig, ein Ende des Regens war erst für Dienstag Abend zu erwarten.

Alarmstufe vier an der Neiße

Die Pegelstände der Lausitzer Neiße, des Schwarzen und Weißen Schöps stiegen innerhalb weniger Stunden noch stärker als erwartet an, teilte der Landkreis Görlitz mit. Der Landkreis rief deshalb vergangene Nacht für das gesamte Kreisgebiet den Katastrophenalarm aus. Der Kreis Meißen folgte wenige Stunden später. Hier galt für die Anlieger des Flusses Großer Röder höchste Alarmbereitschaft. In Zittau stand der Pegel um 4.30 Uhr bei 3,57 Metern. Das bedeutete Alarmstufe vier. In Görlitz erreichte die Neiße einen Pegelstand von 5,74 Metern und damit ebenfalls die Alarmstufe vier. Betroffen waren unter anderem Bereiche entlang der Lausitzer Neiße sowie der Schwarzen Elster.

Lage einer Luftmassengrenze Ursache

Anhaltender Dauerregen war Schuld an den rasant steigenden Fluten. In Teilen Sachsens waren von Montag bis Dienstag bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. In Deutschneudorf-Brüderwiese fielen binnen 48 Stunden insgesamt 88,8 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Eine Luftmassengrenze quer über Deutschland war die Ursache für die erheblichen Niederschläge. Ein Tief mit Kern über Nordfrankreich zog seine Warmfront von Westpolen über Sachsen, Thüringen bis nach Westdeutschland und bewegte sich dabei nur sehr langsam nach Westen und Süden. Der Niederschlag fiel daher vor allem am Nordrand der Mittelgebirge, an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Erst vor sieben Wochen hatte es bei einer ähnlichen Wetterlage im Osten Sachsens eine starke Flut gegeben. Das damalige Hochwasser hatte einen Schaden von mehreren hundert Millionen Euro angerichtet. Die damals gebrochenen Deiche stehen aktuell unter verstärkter Beobachtung. Da weitere Niederschläge im Verlaufe des Mittwoch in Ostsachsen und Westpolen prognostiziert wurden, kann derzeit noch keine Entwarnung für die betroffenen Gebiete gegeben werden.

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