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Freitag, 19. Oktober 2018

Nachricht vom 30.09.2010 18:05 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Situation ist sehr ernst

Hochwasserscheitel erreicht Brandenburg


Potsdam - Der aus Sachsen kommende Hochwasserscheitel mehrerer Flüsse hat den Süden des Landes Brandenburg erreicht und bewegt sich langsam aber stetig flussabwärts. "Wir sind gut über die Nacht gekommen und die Deiche in Elsterwerda haben gehalten", sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude. Überall seien hunderte Helfer im Einsatz, um gefährdete Deichabschnitte zu befestigen. Kritisch bleibt die Situation in Elsterwerda im Elbe-Elster-Kreis. Der Bürgermeister der Stadt, Dieter Herrchen, bestätigte dass es keinen Grund zur Entwarnung gebe. Insgesamt sei die Situation aber stabil.

Elsterwerda teilweise evakuiert ? Lage in Bad Liebenwerda spitzt sich zu

Von der am Mittwoch eingeleiteten freiwilligen Evakuierung in der Innenstadt von Elsterwerda waren nach jüngsten Polizeiangaben etwa 2700 Personen betroffen. Zugespitzt hat sich am Donnerstag die Lage in der Kleinstadt Bad Liebenwerda. Derzeit liegt der Pegelstand der Schwarzen Elster hier bei 3,54 Meter. Das Wasser steige zwar nicht mehr weiter, die Stadt sei aber gewarnt worden, dass der Hochwasserpegel bis Montag auf diesem Niveau bleiben könnte, sagte Bürgermeister Thomas Richter. "Das macht alles sehr viel dramatischer, weil wir nicht wissen, wie lange das unsere Deiche noch aushalten." Das Wasser steht teilweise bis zur Oberkante der Deichkrone, zum Teil läuft es schon über. Eine Evakuierung sei bislang aber nicht geplant. Besonders kritisch ist die Lage in den Ortsteilen Zobersdorf und Zeischa. Auch der innerstädtische Bereich am Kurpark sei stark gefährdet. Die Anlage habe eine Vertiefung und wirke wie ein Trichter. "Hier kann, wenn der Damm nicht hält, der Park bis an die Innenstadt heran in 20 Minuten volllaufen", so Richter.

Autobahn 13 teilweise gesperrt

Viele Straßen in der Hochwasserregion ebenso wie die A 13 zwischen Ruhland und Thiendorf in Richtung Berlin sind weiter gesperrt. An 16 Schulen im Kreis Elbe-Elster fiel die Schule aus. In Spremberg ist der Spree-Pegel inzwischen um einige Zentimeter gesunken. Aus der Spremberger Talsperre wird seit Mitternacht zur Entlastung der Spree mehr Wasser in Richtung Cottbus und Spreewald abgelassen. Für Cottbus und Berlin drohen daher keine Überschwemmungen. Auch an der Neiße bei Klein Bademeusel gilt die höchste Hochwasseralarmstufe vier. Da bis zum Wochenende keine weiteren Niederschläge drohen, könnte sich die Lage in den Hochwassergebieten in den nächsten Tagen langsam entschärfen, sobald der Scheitel der Welle vorübergezogen ist.

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