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Samstag, 22. September 2018

Nachricht vom 07.12.2010 08:38 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Intensive Regen- und Schneefälle

Luftmassengrenze über Deutschland

Luftmassengrenze
GFS-Modell: Temperaturen in 850hpa das entspricht einer Höhe von rund 1500 m. Die Luftmassengenze trennt -7° im Norden von rund +8 Grad über den Alpen. [Bildrechte: www.wetterzentrale.de] 

Hamburg ? Eine sehr niederschlagsreiche Periode hat begonnen. Immer wieder ziehen kräftige Regen- und Schneefallgebiete quer über Deutschland hinweg. Schon am Montag sorgte ein Tiefdruckgebiet für ergiebige Niederschläge. Vor allem in der Mitte und im Süden konnte sich eine mächtige Schneedecke bilden. So wurden am Dienstag in der Früh in Freudenstadt (801m) 45cm, in Neuhaus (845m) 47cm, in Hof (568m) 33cm, in Bad Marienberg (555m) 30cm gemessen. In den nördlichen Mittelgebirgen wie zum Beispiel am Brocken (1142m) lagen 82cm Schnee. Des Weiteren setzte sich ganz im Süden massive Warmluft durch und die Schneefälle gingen recht rasch in Dauerregen über. In weiten Teilen Bayerns und Baden- Württembergs setzte sich somit kräftiges Tauwetter durch. Am Montagabend wurden besonders in den Hochlagen deutliche Plusgrade erreicht. So lag am Dienstag in der Früh in etlichen Regionen die Schneefallgrenze bereits bei knapp 2000m. Der Feldberg (1493m) im Schwarzwald meldete kräftigen Regen und +3,0 Grad. Durch die anhaltenden Niederschläge und die Erwärmung besteht in einigen Gebieten der Donau und des Schwarzwaldes erhöhte Hochwassergefahr. Durch die dazukommende Schneeschmelze können kleinere Bäche rasch über die Ufer treten. Aber nicht überall kann sich die Warmluft durchsetzten. In windgeschützten Donautälern bleibt die Kaltluft liegen und somit ist es durchwegs frostig. Gerade diese Kombination, aus bodennaher Kaltluft und deutlich milderen Luftmassen in der Höhe, fördert das Potential von Eisregen und spiegelglatten Straßen. Grund für diese Wetterlage ist eine scharfe Luftmassengrenze die genau über der Mitte Deutschlands liegt. Diese trennt polare Kaltluft aus dem Norden von milder und feuchter Atlantikluft aus dem Süden. Genau in dem Mischungsbereich kommt es durch Aufgleitprozesse zu massiven Hebungen in den Atmosphärenschichten und somit zu kräftigen Niederschlägen. Je nachdem ob man sich auf der kalten oder der warmen Seite befindet, gibt es entweder Schneefall oder Regen. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation rechnet damit, dass diese Wetterlage bis am Donnerstag in der Früh erhalten bleibt.

Massive Kaltfront beendet Tauwetter

Am Donnerstag in der Früh erreicht uns eine kräftige Kaltfront und schiebt die Luftmassengrenze gegen die Alpen. Recht rasch werden sich auch ganz im Süden die polaren Luftmassen durchsetzten und die Niederschläge fallen dann nur mehr als Schnee. Vor allem in den Alpen kann es durch zusätzliche Staueffekte zu ergiebigen Neuschneemengen kommen. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation erwartet, dass von Donnerstag in der Früh bis zum Ende der Woche knapp ein Meter Neuschnee in den Hochlagen der Alpen fallen könnte.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Clemens Grohs vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation+++

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