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Montag, 22. Oktober 2018

Nachricht vom 14.12.2010 08:40 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Verbreitet zwischen 5 und 25cm

Polarwirbel bringt viel Neuschnee

Polarwirbel
Modell des amerikanischen Wetterdienstes für den 16.12.2010. Polartief südlich von Spitzbergen auf dem Weg nach England. [Bildrechte: www.wetterzentrale.de] 

Hamburg ? Der junge Winter zeigt was er kann. Die zweite massive Kältewelle hat sich über weite Teile Mitteleuropas gelegt. Tiefwinterliches Wetter und Dauerfrost prägen das Bild. Am Dienstag und am Mittwoch kommt es vor allem in der Osthälfte Deutschlands zu länger anhaltenden Schneefällen. Durch lebhafte nördliche Winde kann es in freien und höher gelegenen Lagen zu Schneeverwehungen kommen. In den Staulagen des Erzgebirges und der Alpen wird der Niederschlag intensiver ausfallen. Durch die winterlichen Verkehrsverhältnisse ist immer wieder mit Problemen durch hängengebliebene Fahrzeuge zu rechnen. Bundesweit ist bei solchen Bedingungen Winterausrüstung erforderlich. Am Donnerstag kommt dann die nächste und etwas ergiebigere Neuschneeauflage auf Deutschland zu. Im Laufe des Tages breiten sich vom Nordwesten her kräftige Schneefälle über weite Teile Deutschlands aus. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation rechnet damit, dass vor allem bis am Nachmittag in Schleswig ? Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Teilen Nordrhein ?¬¬ Westfalen zwischen 5 und 25cm Schnee gefallen sein werden. Wie viel wo exakt herunterkommen wird kann man aus heutiger Sicht noch nicht sagen. Durch die intensiven Schneefälle wird man auf jeden Fall mit erneuten Verkehrsproblemen rechnen müssen. In der zweiten Tageshälfte verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge in den Osten und Süden Deutschlands. Auch hier sind dann rund 10 bis 15cm Neuschnee möglich. Durch den auflebenden Südwestwind kann es regional zu Schneeverwehungen kommen. Die Tageshöchstwerte bleiben im Dauerfrostbereich. Grund für diese tiefwinterliche Wetterlage ist eine kräftige Nordströmung, mit der direkt von den Polargebieten arktische Luftmassen über die Nordsee und Skandinavien nach Mitteleuropa transportiert werden. Ein sogenannter Polarwirbel ist von Grönland direkt auf dem Weg nach England und Westeuropa. In jenem System werden vor allem in der Höhe extrem kalte Luftmassen herangeführt. Solche Wetterlagen sind eher selten und kommen nicht jedes Jahr vor. Ob uns nun der Winter bis Weihnachten erhalten bleibt kann man leider noch gar nicht sagen. Etliche Wettermodelle deuten einen kräftigen Warmlufteinbruch an. Auf der anderen Modellseite könnte uns die Kaltluft erhalten bleiben. Ab dem 20.12 wissen wir dann mehr.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Clemens Grohs vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation+++

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