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Montag, 19. November 2018

Nachricht vom 17.12.2010 14:47 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Dresden und Leipzig die kältesten Städte

Dezember 2010 begann extrem unterkühlt


Hamburg ? Mit dem meteorologischen Winterbeginn am 01.Dezember begann eine der kühlsten Dezemberperioden seit vielen Jahren in Deutschland. Neben erheblichen Schneemengen verteilt über das ganze Land fielen vor allem die Temperaturen auf ein Durchschnittsniveau das jedem Januar oder Februar gut zu Gesicht stehen würde. Mit einer Abweichung von dem langjährigen Mittelwert der Temperatur (Vergleichszeitraum 1961-1990) von -3,76 Grad war die erste Hälfte des Dezember 2010 wahrhaft kühlschranktauglich. Besonders Ostdeutschlands Metropolen Leipzig und Dresden vermeldeten mit durchschnittlichen - 4,1 Grad bzw. - 4,6 Grad Temperatur jeweils starke Abweichungen jenseits der fünf Grad vom Mittelwert. Während es in Bayern und Baden-Württemberg relativ moderate kühlere Tage und Nächte mit -1,6 bis -2,9 Grad vom langjährigen Mittel gab, fror der große Teil Deutschlands in dem -3,0 bis -5,6 Grad zu kalten Dezemberbeginn. In ganz Deutschland war damit die Durchschnittstemperatur durchweg im negativen Bereich in diesem Dezember, einzige Ausnahme die Insel Helgoland wo mit +1,6 Grad gerade noch der positive Wert dank der immer noch 7 Grad warmen Nordsee im frostfreien Bereich verblieb, auch wenn dieser Wert immerhin noch um -2,6 Grad vom langjährigen Mittel abwich.

Niederschlag fiel nicht nur als Schnee

Sehr unterschiedlich verteilte sich dem genannten Zeitraum der Niederschlag über Deutschland. Während insgesamt nur 79 Prozent der normal üblichen Niederschlagsmenge fielen, gab es lokal doch erhebliche Abweichungen. Der hohe Norden vor allem Schleswig und Hamburg bekamen mit erreichten 28 Prozent bzw. 30 Prozent des Mittelwertes nur knapp über 20 Liter auf den Quadratmeter Niederschlag ab. Gleichzeitig schüttete es in Konstanz mit 100 Litern pro Quadratmeter fünfmal stärker, was 176 Prozent der bis dahin zu erwartenden mittlere Menge ausgemacht hat. Augsburg bekam 72,6 Liter ab was immerhin 169 Prozent der mittleren Menge darstellte. Nordwestlich einer Linie von Trier nach Leipzig war die erste Monatshälfte insgesamt zu trocken, während es südöstlich der Linie durchweg zu nass war. Der Niederschlag fiel trotz der niedrigen Temperaturen dabei nicht nur als Schnee. Gerade um den 08. Dezember regnete es vor allem im Süden fast ununterbrochen über viele Stunden, was zu erheblichem Hochwasser in Flüssen wie dem Neckar führte, bevor der Schneefall einsetzte und Deutschland unter einer ersten dicken weißen Schneeschicht frieren ließ.

Sonne macht sich wie im Vorjahr rar

Zwar war der Norden bei der Sonnenscheindauer etwas begünstigter in der ersten Dezemberhälfte 2010, dennoch fiel die Gesamtbilanz deutschlandweit bei den Sonnenstunden bislang sehr dünn aus. In Emden, Schleswig und in Leipzig konnten gerade mal 63 bis 74 Prozent der normalen Sonnenscheindauer ermittelt werden, was 23,1 Stunden bis 28,7 Sonnenstunden im Maximum ausgemacht hat. Ganz anders war es in Potsdam das gerade mal 5,5 Stunden die Sonne erblicken konnte (14 Prozent) oder Aachen am Westrand Deutschlands das mit 9,3 Stunden auch nur 19 Prozent der üblichen Sonnenscheindauer bekam. Bundesweit hielt sich die tiefstehende Sonne damit gerade mal mit durchschnittlichen 40 Prozent des Langjährigen Mittelwertes am Himmel auf, sehr zum Leidwesen der Photovoltaik -Anlagenbetreiber. Insgesamt war der Dezember 2010 damit bislang genauso trübe wie der Vorjahresmonat.

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