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Freitag, 27. April 2018

Nachricht vom 24.12.2010 13:37 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

So weiß war es an heilig Abend im Norden und Nordwesten Deutschlands seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nicht

Neue Rekorde der Schneehöhen zum Fest


Hamburg, 24.12.2010 ? In vielen norddeutschen Orten wurden am Morgen neue Rekorde der Schneehöhe für einen 24. Dezember gemessen. Sogar auf der Hochseeinsel Helgoland liegen neun Zentimeter Schnee, eine Menge, die dort im Winter nur selten erreicht wird. In Teilen Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns fielen in den letzten 24 Stunden bis zu 20cm Neuschnee. Gleichzeitig stöhnten die Autofahrer und Bahnreisenden auf einer etwa 100 Kilometer breiten Linie zwischen Dortmund und Berlin unter dem stundenlangen Eisregen der bei Minustemperaturen sofort zu einem dicken Eispanzer gefror. Die Oberleitungen der ICE-Strecken waren ebenso betroffen wie die A2 und die A39 wo es zu vielen Kilometer langen Staus kam.

Schneefall wandert langsam Richtung Süden und Osten

Am Vormittag des Heiligen Abends dehnte sich das umfangreiche Niederschlagsgebiet über große Teile Mittel- und Süddeutschlands aus. In Nordhessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen kommt es derzeit noch zu gefährlichem Eisregen, weil die Temperaturen am Boden deutlich im Frostbereich liegen. In den anderen Gebieten südlich davon geht der Regen schon bald in Schnee über oder fällt von vorn herein als Schnee. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation erwartet weiter zunehmende sich nach Süden und Osten ausdehnende Schneefälle bei gleichzeitig fallenden Temperaturen. Die Schneefälle werden bis in die Nacht zum 1.Weihnachtstag andauern und das gesamte Land südlich einer Linie Osnabrück, Hannover, Berlin durchweg mit 10-15 cm Neuschnee beglücken. Da die Schneefälle sehr unterschiedlich in ihrer Stärke ausfallen können, sind Abweichungen nach oben und unten möglich. Am 1.Weihnachtstag beruhigt sich die Wetterlage insgesamt und es wird deutlich kälter, der Schneefall zieht nach Osten ab. Für den 2.Weihnachtsfeiertag empfiehlt sich im Norden ein ausgedehnter Weihnachtsspaziergang bei vielerorts herrlichem Sonnenschein und vermutlich wunderschöner weißer Winterlandschaft. Wegen der Eiseskälte im Süden sind sehr warme Sachen auf alle Fälle dringend empfohlen. Der Wind an den Küsten wird sich beruhigen, dennoch fühlen sich die Temperaturen auch bei leichtem bis mäßigem Wind viel kälter an als sie sind. Die Nacht vom 1.Weihnachtstag zum 2.Weihnachtstag könnte als kälteste Nacht des aktuellen Jahres in die Archive eingehen, Temperaturen von minus 25 Grad sind durchaus drin. In den Folgenächten sind in den Alpen noch tiefere Temperaturen möglich, in einigen Muldenlagen in den Bergen sind unter minus 30 Grad vorausberechnet worden. Für die Wintersportler kann für die nächsten Tage Ski und Rodel gut vermeldet werden, die ersten Prognosen deuten auf ruhige, winterliche aber sehr kalte Tage vor allem im Süden hin, bei der die Sonne ihr Sonnenstundendefizit in diesem Dezember noch ein bisschen aufholen kann. Im Norden wird es nicht ganz so kalt, die Temperaturen bleiben aber weiter im frostigen Bereich.

Schneemengenrekorde für den Heiligen Abend

Folgende Orte haben heute früh die bisher höchsten Schneemengen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen für einen 24. Dezember gemeldet:

Hamburg, 19cm
Schwerin, 20cm
Hannover, 28cm
Bremen, 24cm
Schleswig, 30cm
Greifswald, 39cm
Rostock, 28cm
Cuxhaven, 17cm
Marnitz, 22cm
Angermünde, 16cm
Emden, 14cm
Aachen, 35cm
Helgoland, 9cm

Fröhliche, weiße Weihnachten wünschen Ihre Meteorologen und Redakteure des IWK.

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