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Montag, 19. November 2018

Nachricht vom 25.12.2010 12:44 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

In vielen Gebieten so viel Schnee wie nie

Rekordweihnachten –Europa ist weiß


Hamburg ? 25.12.2010 In großen Teilen Deutschlands hat sich am Heiligen Abend und in der Nacht zum 1.Weihnachtstag eine dicke weiße Schneedecke zumeist aus Pulverschnee gelegt. Dort wo der Wind den Schnee verblasen hat haben sich in ungünstigen Lagen Schneeverwehungen bis zu einem Meter und höher aufgetürmt. Dies ist vor allem in den Küstengebieten geschehen wo es immer noch trotz des aktuell geringen Schneefalls zu erheblichen Verkehrsproblemen in kritischen Straßenabschnitten kommen kann, wo der Wind ungebremst seinen Einfluss nehmen kann. Das umfangreiche Schneefallgebiet über Deutschland hat sich wie vom IWK vorhergesagt langsam nach Süden und Osten voran gearbeitet, aktuell schneit es in Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Südsachsen weiter. Dabei kann es wo es über Stunden schneit zu erheblichen Schneemengen kommen.

Europa ist weiß ? Australien bekommt doch keine weiße Weihnacht

Neben Deutschland haben dieses Jahr viele Länder und europäische Hauptstädte weiße Weihnachten gemeldet. Normal ist mag es erscheinen, dass in Osteuropa, in den baltischen Staaten, in Helsinki oder in Stockholm die Weihnachtsfeiertage wunderbar weiße getünchte Städte im Lichterglanz bieten. In Oslo ist dies schon nicht mehr selbstverständlich, da die norwegische Hauptstadt sich relativ weit südlich und an der Küste befindet. Hier wie auch in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist es derzeit auch außergewöhnlich schön und schneereich. Der Blick nach Westen verrät, auch in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und sogar in der französischen Hauptstadt Paris sowie im gesamten  Ostfrankreich ist es flächendeckend weiß. Noch ungewöhnlicher ist der Schnee in London und Dublin, die dieses Jahr seltene weiße Weihnachten erleben. Die britischen Inseln sind komplett unter einer dicken weißen Schneedecke gehüllt, ein extrem seltenes Ereignis. Selbst Italien bekommt in den Apenninen noch einiges von dem Schneeglanz ab. Australien hat in den Höhenlagen Anfang dieser Woche Schneefälle gemeldet, was angesichts des Sommeranfangs auf der Südhalbkugel nicht normal ist. Für weiße Weihnachten hat es nach letzten Meldungen von Down Under nicht gereicht, aktuell ist es in Zentralaustralien, in Alice Springs, 38 Grad.

Schneelast für Dächer und Bäume bedenklich ? bei reinem Pulverschnee unbedenklich

Dort wo es in Deutschland vor dem großen neuen Schneefall geregnet hat und Altschneemengen die Flachdächer von Gebäuden und die Bäume bereits belastet haben, was vor allem im Westen der Fall war, kam es aufgrund der neuen Schnee- und Eismengen zu vier gemeldeten Fällen von einstürzenden Dächern. In Orten wo nur Pulverschnee gefallen ist auf vorher schneefreie Dächer besteht diese Gefahr aktuell nicht. Bedenklich werden die Schneemengen ab einer Höhe von etwa 30 Zentimetern, wenn Altschnee durch Antauen, Regenfällen oder weiteren neuem Nassschnee gefährlich schwer auf Flachdächer oder Kunststoffoberlichter drücken. Auch auf Bäumen und Ästen kann dann eine erhebliche Last drücken, die zum Abbruch von Ästen oder Umstürzen von Bäumen führen kann auch ohne besonderen Windeinfluss. Ein Waldspaziergang kann daher leicht zu einem Albtraum werden wenn man nicht aufpasst und empfiehlt sich dort nicht, wo die Schneelast bedenklich ist. Ab einem Gewicht von mehr als 75 Kilogramm pro Quadratmeter gilt für Flachdächer die Alarmstufe. Eine komprimierte Schnee- und Eisschicht von 10 Zentimetern Dicke kann dieses Gewicht schnell erreichen und so eine Sperrung von Gebäuden und Hallen begründen. Vereiste Ablaufrohre tun ihr Übriges wenn Tauwasser nicht abfließen kann. Hier können das Technische Hilfswerk und andere ehrenamtliche Hilfsdienste gerufen werden und mit ihrem professionellen Einsatz Abhilfe schaffen, vorausgesetzt die Behörden oder Geschädigten sprechen die Helfer auch an. Es empfiehlt sich den aktuellen Pulver- oder Neuschnee wenn möglich von gefährdeten Dächern entfernen zu lassen um eine kritische Situation bei einsetzendem Tauwetter oder Regenfall oder neuem Schneefall von vornherein zu vermeiden. In den nächsten Tagen erwartet das Institut für Wetter- und Klimakommunikation eine Beruhigung der Wetterlage aufgrund eines starken Hochdruckeinflusses über Deutschland. Die Temperaturen werden weiter fallen und deutlich im Frostbereich bleiben. Dies schließt nicht aus, dass weiterer Schnee fallen kann, vor allem im Norden und Westen sind noch mal ein bis drei Zentimeter Neuschnee in den nächsten Tagen möglich.

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