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Sonntag, 22. April 2018

Nachricht vom 30.12.2010 00:23 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Eiskante bis zum 800 Kilometer zu weit im Norden

Minusrekord der arktischen Eisfläche

Artikeis2010 2011
Während Europa zittert und deutlich zu tiefe Temperaturen aufweist, sind die Temperaturen in Teilen der Arktis extrem hoch. Die Folge ist: Das Eis friert nicht. [Bildrechte: ] 

Hamburg - 30.12.2010 - Das Eis der Arktis friert in diesem Winter noch langsamer zu, als in den letzten Jahren. Während Europa in der Kälte dieses Winters zittert, werden anderen Orts sehr warme Luftmassen gen Norden transportiert. Vor allem westlich Grönlands und im Nordosten Kanadas sind weite Teile der Meeresflächen noch Eisfrei. So liegt die Eiskante an der Ostküste Grönlands bis zu 800 Kilometer weiter nördlich, als im Mittel der Jahre 1979 bis 2000. Die gesamte Eisfläche beträgt zur Zeit etwa 12,5 Millionen Quadratkilometer. Normalerweise wären in dieser Jahreszeit bereits knapp 14 Millionen Quadratkilometer der Arktis mit Eis bedeckt. Die aktuelle Ausbreitung liegt damit sogar noch um etwa 500.000 Quadratkilometer unter den bisherigen Tiefswerten des Winters 2007/2008.

Ostsee stärker vereist als normal

Bei der Berechnung der Eisflächen werden alle Gebiete der Nordhalbkugel berücksichtigt. Hierzu zählen auch die Seegebiete der Ostsee, die in diesem Jahr beriets deutlich stärker vereist sind, als in anderen Jahren. Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation: "Wir sehen an der aktuellen Entwicklung, dass der Blick in den Schnee vor unserer Haustür, nicht davon ablenken darf, dass wir auf der Nordhalbkugel insgesamt weiterhin eine deutliche Erwärmung beobachten." Neben der Eisfläche ist auch die Dichte des Eises geringer als in der Vorjahren. Frank Böttcher: "Wir dürfen nicht immer nur auf die Minusrekorde im September schauen. Der Winter ist für das Wachstum neuen Eises entscheident. Wird in den Wintermonaten nicht genug neues Eis gebildet, taut im Sommer nicht nur das dünnere Eis des Winters sondern auch zunehmend das  Eis früherer Jahre ab." Durch diesen Prozess ist im Sommer mit einem weiteren Rückgang der Gesamteisfläche zu rechnen. Böttcher: "Noch ist der Winter lang und wir haben die Hoffnung, dass eine Änderung der vorherschenden Winde zur eine Abkühlung in den betroffenen Regionen führt. Doch sicher ist das keinesfalls."

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