Queensland erlebt stärkste Überflutungen seit Menschengedenken
Schweres Hochwasser in Australien
Brisbane ? Mehr als 200.000 Menschen sind in Queensland im Nordosten von Australien von einem schweren Hochwasser betroffen. Nach tagelangen ausgiebigen Niederschlägen sind große Teile der Provinz überschwemmt. Die Lage in dem Gebiet, das so groß ist wie Frankreich und Deutschland zusammen spitzt sich nach letzten Meldungen weiter zu. Mittlerweile stehen 22 Städte unter Wasser oder sind von der Außenwelt abgeschnitten.
Folge des ersten Tropensturms der neuen Zyklon-Saison
Die massiven Regenfälle traten im Gefolge des Tropensturms "Tasha" auf, der über die Weihnachtstage aktiv war und mit seinem großen Niederschlagsgebiet den Nordosten des Kontinents erreicht hatte. Weite Teile des Bundesstaates Queensland beginnend etwa 200 Kilometer nordwestlich von Brisbane wurden von Sturm Tasha unter Wasser gesetzt. Binnen 24 Stunden wurden um die Städte Rockhampton, Mackay, Bundaberg und Charleville bis zu 270 Liter Niederschlag gemessen was nach der langen Trockenheit in dem Gebiet verheerende Folgen hatte. Neben den großen landwirtschaftlichen Flächen wurden auch Städte und Gemeinden, sowie viele Straßen und Bahnstrecken überflutet. Das Wasser steht teilweise bis zu zwei Meter hoch und reicht teilweise bis an die Dächer der Bungalows, Farmen und Geschäfte. Es wird mit einer Schadenssumme in Höhe von mehr als eine Milliarde Dollar gerechnet, vor allem weil auch die Landwirtschaft stark betroffen ist. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation erwartet unterdessen einen neuen Tropensturm, der sich auf Australien zubewegt. Dieser bildet sich derzeit vor der Nordwestküste des fünften Kontinents. Im Süden des Landes sorgt gleichzeitig große Hitze und Trockenheit für die Gefahr von Wald- und Buschbränden.
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