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Freitag, 24. November 2017

Nachricht vom 26.04.2011 09:56 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Bis zur Wochenmitte entspannt sich die Lage in einigen Teilen Deutschlands

Noch herrscht erhöhte Waldbrandgefahr

Waldbrand 26.4.2011
Waldbrandgefahr am 26. April 2011. [Bildrechte: Deutscher Wetterdienst] 

Update 26.04.2011 ? In den kommenden Tagen wird sich die Waldbrandgefahr langsam entspannen. Besonders südlich der Mittelgebirge und am Alpenrand kommt es immer wieder zu teils kräftigen Schauern und einzelnen Gewittern. Aber auch im Norden Deutschlands muss man ab der Wochenmitte mit einzelnen kräftigeren Niederschlägen rechnen. Grund für die zunehmende Niederschlagsneigung ist ein kleines Tiefdruckgebiet, welches sich von Polen nach Deutschland verlagert. Zum Wochenende sollte sich die Waldbrandgefahr weiter entspannen, wird aber vor allem im Norden ziemlich hoch bleiben. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation rechnet damit, dass es ab dem kommenden Wochenende zu einer grundlegenden Wetterumstellung kommen wird und dadurch würden vermehrt Niederschläge auftreten. Auch die Tageshöchstwerte werden deutlich zurück gehen.

Update 25.04.2011 ? Bis zur Mitte der Woche entspannt sich die Waldbrandgefahr besonders im Südosten des Landes. Ein Randtief sorgt hier für teils kräftige Niederschläge in Form von Schauern und Gewittern. Doch besonders mit den Gewittern am Dienstag können sich durch Blitzschläge Wälder entzünden. Erst zum Mittwoch entspannt sich die Lage im Fränkischen und Bayerischen Wald. Weiter Richtung Norden und Westen bleibt die Lage angespannt. Zwar wird es auch hier wechselhafter, doch die Niederschläge werden nicht ausreichen, um die Wälder und Wiesen soweit anzufeuchten, dass die Waldbrandstufe herabgesetzt werden könnte. Somit wird auch hier wohl in einigen Teilen die höchste Waldbrandstufe erhalten bleiben. 

Hamburg ? Die anhaltende Trockenheit hat die Waldbrandgefahr in Deutschland deutlich erhöht. Im April hat es bisher in großen Teilen Deutschlands kaum oder nur sehr wenig Niederschlag gegeben. Der Deutsche Wetterdienst warnt nun vor allem für die Ostertage Einsatzkräfte, Behörden und die Bevölkerung vor bestehender Waldbrandgefahr.

Fünf Stufen der Waldbrandgefahr

Die Gefährdung wird dabei in fünf Stufen mit Hilfe des Waldbrandgefahrenindexes angegeben, der für ungefähr 500 Orte in Deutschland berechnet wird.
Stufe 1: keine Gefahr.
Stufe 2: geringe Gefahr. Die Durchfahrt für Waldbesitzer und Jäger für durchzuführende Arbeiten ist gestattet. Es dürfen keine Sprengarbeiten durchgeführt und keine chlorhaltigen oder brennbaren Flüssigkeiten ausgebracht werden. Für das Verbrennen von Sägeabfall und Reisig ist eine Genehmigung erforderlich.
Stufe 3: mittlere Gefahr. Sägeabfälle und Reisig dürfen nicht mehr verbrannt werden.
Stufe 4: hohe Gefahr. Schweißarbeiten sind generell verboten. Ausnahmen gelten nur für Bahngleise und den Bahnbetrieb. Öffentliche Wege und Straßen, die durch Wälder führen, dürfen nicht verlassen werden, Parkplätze in Wäldern und ähnliches können für Besucher gesperrt werden.
Stufe 5: sehr hohe Gefahr. Das Betreten des Waldes und das Parken an Waldparkplätzen ist verboten. Ausnahmen gelten nur für Forstdienstmitarbeiter und Waldbesitzer, die notwendige Arbeiten durchführen.

Bis Ostern wird örtlich die Waldbrandstufe 5 erreicht

Auch in den nächsten Tagen wird sich das trockene Wetter in ganz Deutschland fortsetzen. So können besonders in Brandenburg und Sachsen, sowie in Teilen Niedersachsens und Mecklenburg ?Vorpommerns die Wälder weiter austrocknen. Bis zum Osterfest wird hier die Waldbrandwarnstufe 5 ausgerufen. In anderen Regionen Deutschland ist die Waldbrandstufe bei 4. Besuchern der Wälder ist es dann teilweise nicht mehr gestattet, sich frei in den Wäldern zu bewegen. Bewohner in  Waldrandgebieten sollten sehr vorsichtig mit ihrem Grillgut oder sonstigen offenen Feuern umgehen. Teilweise wird es auch verboten sein, offenes Feuer zu entzünden, informieren Sie sich bitte bei Ihren öffentlichen Kommunen.

Es bleibt vorerst trocken

Die Meteorologen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation gehen davon aus, dass sich bis zum Ostermontag nur entlang des Rheins und am Alpenrand einzelne Schauer oder Gewitter entladen. ?Dennoch wird sich auch in diesen Regionen die Waldbrandgefahr nicht entspannen, da die Niederschlagsmengen eher geringer Natur sind", so Wetterexperte Kent Heinemann. Auch in der darauf folgenden Woche gibt es nur vereinzelte Regenschauer, die nur wenige Niederschläge hervorbringen werden. Somit wird die Waldbrandgefahr noch eine Weile andauern.


Eine Übersicht über die aktuelle Gefährdungslage in Deutschland und deren Entwicklung in den nächsten Tagen kann auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes abgerufen werden unter www.dwd.de/waldbrand.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Janina Fein vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++


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