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Dienstag, 26. September 2017

Nachricht vom 29.04.2011 10:45 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Großwetterlage kippt: Der Mai startet kalt

Fünf Fragen zum Wochenendwetter

Fruehling Blumen Blauerhimmel Sonne Warm
Viel Sonne gab`s im April - aber wie wird der Wonnemonat Mai? [Bildrechte: www.wetterspiegel.de] 

Hamburg - Die fünf wichtigsten Fragen zum Wochenendwetter - beantwortet von der Wetterredaktion des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation: Frank Böttcher und Alexander Hübener, Dipl.-Met. Clemens Grohs und Dipl.-Met. Kent Heinemann.

1. Kommt nach dem warmen April auch ein warmer Mai?
Gleichwohl eine Wetterprognose noch nicht möglich ist, kann nur die Statistik einen Hinweis geben. Dabei ist festzustellen, dass in der deutlichen Mehrzahl aller Fälle, in denen es wie in diesem Jahr einen sehr warmen und trockenen April gab, ein eher nasser und zu kühler Mai folgte.

2. Wie startet der Mai?
Am kommenden Wochenende kippt die Großwetterlage auf Nord bis Nordost und dadurch werden vermehrt kalte Luftmassen aus den Polarregionen nach Deutschland bzw. Mitteleuropa herangeführt.
Es wird ein Mai mit Kaltstart erwartet. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, liegen die Höchstwerte zwischen 8 Grad an der Ostseeküste und 20 Grad im Saarland. So wird es vor allem im Nordosten noch einmal deutlich kälter und wir erwarten Nachtfrost.

3. Wo werden die nächsten Nächte besonders kalt?
Die Nacht zum 1. Mai wird die kälteste Nacht, die wir an diesem Wochenende erwarten. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus 3 Grad in windgeschützten Lagen in Mecklenburg-Vorpommern und 8 Grad im äußersten Süden, zum Beispiel in Bayern. Somit müssen wir auch Anfang Mai noch mit Morgenfrost rechnen. Die kalten Nächte im Norden und Nordosten Deutschlands kommen den Rekordwerten schon relativ nahe. Beispiel: Der kälteste 1. Mai in Hamburg wurde 1962 mit -2,2 Grad beobachtet.

4. Bleibt die hohe Waldbrandgefahr bestehen?
In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und in Teilen Brandenburgs herrscht auch weiterhin teilweise die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Da es auch während des Wochenendes besonders in den Gebieten Nordostdeutschlands trocken bleiben wird, kann sich die sehr hohe Waldbrandgefahr nicht entspannen.

5. Wo sind Sandstürme möglich?
Als Folge der langen Trockenheit im März und im April sind die Böden im Norden und Nordosten Deutschlands extrem ausgedorrt. Selbst die geringen Regenmengen, die zu erwarten sind, reichen nicht aus, um die Böden zu festigen. Am Freitag und Samstag erwarten wir zudem zeitweise starken und in Böen starken bis stürmischen Nordostwind. Sobald an diesen Tagen Landwirte Äcker umpflügen, muss auch wieder mir der massiven Aufwirbelung von feiner Erde gerechnet werden. Vor allem in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind dann erneut Sichtbehinderungen durch aufgewirbeltes Erdreich möglich.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Janina Fein vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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