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Nachricht vom 11.05.2011 12:47 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Erforschung durch Jahresringe von uralten Bäumen

Neue Erkenntnisse über Klimaphänomen El Niño

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Temperatuzunahme durch El Niño: Auf bis zu vier Grad mehr erwärmt sich das Wasser vor der Küste Südamerikas während eines Erscheinen des Klimaphänomens. [Bildrechte: www.meteoschweiz.ch] 

Honolulu ? Es ist wohl das bekannteste Klimaphänomen: El Niño. Jetzt haben Forscher von der University of Hawaii in Honolulues es geschafft, die Geschichte dieses Phänomens 1100 Jahre zurückzuverfolgen. Anhand von Jahresringen uralter Bäume aus dem Südwesten der USA wurde ein bisher einzigartiger Klima-Kalender entdeckt, der Aufschluss und Genauigkeit über El Niño zurück bis ins Mittelalter gibt.

Natürliches Klimaphänomen El Niño

El Niño zieht alle paar Jahre im Pazifik auf. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet ? peruanische Fischer beobachteten das Phänomen um die Weihnachtszeit und nannten es ?El Niño? ? spanisch für ?Das Christkind?. Tritt El Niño auf, schwächt sich der kalte Humboldt-Strom vor der Küste Südamerikas ab und kommt zum Erliegen. Normalerweise liegt die Wassertemperatur um die Weihnachtszeit vor Peru bei 24°C. Durch El Niño erwärmt sich das Oberflächenwasser vor Peru so extrem, dass die obere Wasserschicht nicht mehr mit kühlen und nährstoffreichen Tiefenwasser durchmischt wird. Die Folge: Das Plankton stirbt ab und es kommt zum Zusammenbruch ganzer Nahrungsketten. Durch diese ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen werden während eines El Niño starke Niederschläge und Überschwemmungen an den Westküsten Südamerikas verursacht, ebenso wie Trockenheit im Amazonasgebiet.

Jahresringe als Klima-Datenbank

Mit der nun entdeckten Klima-Datenbank in den Jahresringen der Bäume sollen historische Auswirkungen des Klimaphänomens besser analysiert werden. Die Forscher der Studie fanden in der Ausprägung der Ringe eine Korrelation mit jüngeren und dokumentierten El Niño-Ereignissen: Feuchte Jahre führen dabei zu relativ breiten und trockene Jahre zu sehr schmalen Jahresringen. Aus diesen Daten leiteten die Forscher ab, dass das pazifische Klima alle 50 bis 90 Jahre zwischen warmen und kalten Phasen wechselt. Während der warmen Phasen, so die Studie, ist El Niño besonders stark ausgeprägt. Die Forscher zogen daraus den Schluss, dass das Klimaphänomen demnach über Jahre hinaus einen nachhaltigen Einfluss auf das Klima zu haben scheint.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Janina Fein vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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