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Dienstag, 26. September 2017

Nachricht vom 27.05.2011 14:45 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Starkniederschläge und Okanböen über 120 km/h

Update - Super-Taifun „Songda“ zieht auf Japan zu

Update: 30.05.2011 - Mit dem nahenden Tropensturm bekam besonders der Nordosten Japans heftige Regenmengen. Mit Niederschlägen bis zu 133 Litern in 24 Stunden standen teilweise die Straße unter Wasser und die Flüsse schwollen bedrohlich an. In den Flüchtlingslagern, die seit der Tsunamikatastrophe am 11. März. 2011 bewohnt werden, ist die Angst vor Überschwemmungen wieder „aufgewärmt“ worden.  Größere Schäden am Atommeiler in Fukushima sind aus geblieben, und so meldete der Betreiberkonzern Tepko, dass es keine Auswirkung auf den Zeitplan zum Abpumpen des radioaktiven Wassers habe.  Die Meteorologen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation rechnen aber noch nicht mit einer Entwarnung, denn mit dem Taifun „Songda“ beginnt erst die Taifunsaison in dieser Region.

Taifun Songda
Supertaifun [Bildrechte: http://tropic.ssec.wisc.edu/] 

Update: 29.05.2011 – Der Wirbelsturm „Songda“ hat sich auf seinen Weg nach Japan weiter abgeschwächt, doch mit Windgeschwindigkeiten oberhalb von 120 km/h ist er weiterhin sehr gefährlich. In den nächsten zwölf Stunden steuert er direkt auf den Unglücksort Fukushima zu. Erschwerend kommt hinzu, dass in den Atommeilern die Kühlung zurzeit versagt und die Kernschmelze in den Atomkraftwerken weiter voran getrieben wird. So werden mit der Landung des Taifuns die Reparaturarbeiten erschwert und eventuell neue Schäden durch Überschwemmungen und Orkanböen hervorgerufen. Denn der Taifun bringt nicht nur Orkanböen mit sich, sondern auch starke Niederschläge. Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden können dabei zusammen kommen. Schlammlawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen könnten die Folge sein. 

Update: 28.05.2011 - Der Taifun zieht weiter seine Bahn Richtung Japan. Dabei schwächt er sich allmählich ab. Derzeit hat er sich von Kategorie 4 auf Kategorie 3 der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala abgeschwächt. Auf seinem Weg passierte er in den letzten Stunden die Philippinen. Am Sonntag erwarten die Meteorologen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation die Landung des Taifuns auf die Südküste Japans. Dabei wird sie der Wirbelsturm weiter abschwächen, doch mit Windgeschwindigkeiten von über 120 km/h und Starkniederschlägen über 100 Litern in 12 Stunden bleibt der Taifun weiterhin sehr gefährlich und es kann zu Erdrutschen, Überschwemmungen kommen.

Pazifik - Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan am 11. März dieses Jahres ist dort etwas Ruhe eingekehrt. Nun aber hat die Taifunsaison begonnen und ein erster Taifun droht, auf die Insel zuzuziehen.

Erster Super-Taifun im Pazifik

Seit dem 20. Mai gibt es mit dem 6. Tropensturm im westlichen Pazifik den ersten Taifun dieser Saison. Er wurde auf den Namen „Songda“ getauft und entstand als tropische Störung weit östlich vor den Philippinen. Bis zum Donnerstag schlug er eine westliche Zugrichtung auf die Philippinen ein und verstärkte sich am 24. Mai zu einem Taifun der Kategorie 1 der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala. Am Donnerstag erreichte der Taifun sogar Windgeschwindigkeiten bis etwa 260 km/h, womit er der höchsten Kategorie 5 zugeordnet wurde. Für solch starke Stürme wird oft auch das Wort „Super-Taifun“ verwendet.

Heftige Regenmengen und Orkanböen bedrohen Japan

Am Freitag lag der Taifun mit seinem Zentrum etwas nordöstlich der Philippinen. Prognosen zufolge steuert „Songda“ nun auf einen Kurs Richtung Japan zu. In etwa 48 Stunden liegt er demzufolge etwas südlich vor der Küste Japans. Bis er dort angekommen ist, wird er sich voraussichtlich auf die Kategorie 1 abgeschwächt haben. Dies bedeute aber immer noch viel Wind über Japan. Vor allem im Süden des Landes treten dann Windböen über 120 km/h (volle Orkanstärke) auf. Daneben wird der Regen ein großes Problem sein, der auch auf die nördlichen Landesteilen übergreift. Aktuelle Messungen zeigen über den Philippinen Regenmengen von etwa 100 mm in 24 Stunden. Nach den Vorhersagen sind das auch in etwa die Menge sein, die für Japan zu erwarten sind. Überschwemmungen und Erdrutsche sind deshalb zu befürchten. Von dem Regen bleibt vermutlich auch die sensible Region um Fukushima nicht verschont.

Taifun - Hurrikan - Zyklon

In der bisherigen Taifunsaison wurden zwei tropische Störungen und drei tropische Stürme registriert. Diese Formen von Stürmen stellen die Vorstufe von Taifunen dar, ihre Windgeschwindigkeiten reichen jedoch noch nicht aus, dass sie als Taifun bezeichnet werden. Erst ab 118 km/h (Beaufort 12) „verdient“sich ein Wirbelsturm seinen Namen als Taifun, Hurrikan oder Zyklon. Als Taifune werden Wirbelstürme im westlichen Pazifik bezeichnet. Im Prinzip sind sie das Gleiche wie Hurrikane über dem Nordatlantik oder Zyklone im Indischen Ozean. Die Saison der Taifune geht von Mai bis November, gleichwohl können das ganze Jahr über dort Tropenstürme vorkommen.

Quelle: DWD

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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