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Montag, 24. September 2018

Nachricht vom 30.05.2018 14:59 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Anfangs kalt, am Ende heiß – viel Sonne und wenig Niederschlag

Deutschlandwetter im Frühling 2018

Offenbach, 30. Mai 2018 – Das Frühjahr 2018 begann winterlich und endete hoch-sommerlich. Anfang März herrschte vor allem im Norden und Osten Deutschlands noch strenger Frost. Selbst Anfang April zeigte sich dort nochmals die kalte Jahreszeit mit viel Schnee. Doch anschließend zog rasch der Frühling in Deutschland ein. Ende Mai erlebten die Menschen sogar schon die erste Hitzewelle des Jahres. So folgte dem wärmsten April seit Beginn offizieller Temperaturmessungen ein ebenso warmer Mai. Damit war das Frühjahr insgesamt das zweitwärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Während die Niederschlagsmenge deutlich unter dem vieljährigen Mittel blieb, lag die Sonnenscheindauer erheblich darüber. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Fruehling_2018_DWD
Nach Kaltstart schoss der Frühling 2018 durch die Decke [Bildrechte: Rdiger Manig / DWD] 

Auf einen kalten März folgten zwei deutlich zu warme Monate

Mit 10,3 Grad Celsius (°C) lag diesmal der Temperaturdurchschnitt für die Frühjahrsmonate um 2,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 1,8 Grad. Damit war der Frühling 2018 nach dem Frühling 2007 der zweit-wärmste seit Messbeginn. Nachdem der Winter in der eigentlichen Jahreszeit nahezu ausgeblieben war, zog er sich nun bis weit in das Frühjahr hinein: Am 2. März sank das Quecksilber in Barth, westlich von Stralsund, auf -19,2 °C und damit auf den bundesweit tiefsten Wert. Am 17. und 18. lagen die Maxima in der Mitte verbreitet bei -4 °C und selbst am 1. April wurde es in Mecklenburg-Vorpommern oft nicht wärmer als +1 °C. Doch anschließend schnellten die Temperaturen rasch empor: Am 7. April meldete Kaiserslautern 25,2 °C und am 22. Ohlsbach, südöstlich von Offenburg, 30,4 °C. Lingen im Emsland verzeichnete bereits im Mai insgesamt 20 Sommertage mit Tagesmaxima über 25 Grad. Lingen meldete auch am 29. Mai mit 34,2 °C den bundesweit höchsten Temperaturmesswert.

Gebietsweise erheblich zu trocken, im Süden und Westen schwere Gewitter

Bereits zum fünften Mal hintereinander konnte der Frühling sein Soll von 185 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nicht erfüllen: Mit rund 140 l/m² erreichte er 2018 nur 74 Prozent des Klimawertes. Erheblich zu trocken war es vor allem in der Oberpfalz und in Teilen Sachsen-Anhalts, wo gebietsweise nur um 70 l/m² zustande kamen. Im März und An-fang April zeigte sich der Winter hauptsächlich noch im Norden Deutschlands, teilweise mit beachtlichen Schneehöhen. Im Süden und Westen kam es Ende April und im Mai zu kräftigen Gewittern, die sich örtlich zu verheerenden Unwettern mit Hagel und sintflutartigen Regenmengen entwickelten. So fielen am 24. Mai in Bad Elster-Sohl im Vogtland 151,8 l/m², am 27. Mai in Herrstein-Bruchweiler im Hunsrück 146,6 l/m².

Frühling 2018 unter den vier sonnenscheinreichsten seit Messbeginn 1951

Die Sonnenscheindauer kam mit etwa 610 Stunden auf 133 Prozent ihres Solls von 459 Stunden. Damit gehört der Frühling 2018 zu den vier sonnigsten seit Messbeginn 1951. Am längsten zeigte sich die Sonne in Brandenburg und Berlin mit bis zu 750 Stunden, am wenigsten im Süden und Südwesten mit örtlich weniger als 500 Stunden.

Quelle: DWD

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