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Sonntag, 27. Mai 2012
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Nachricht vom 20.09.2011 15:42 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Ein Buchstabe mit verschiedenen Gesichtern

Die „Omega-Wetterlage“

Hamburg – Die Sehnsucht nach einem schönen sonnigen Herbst ist in Deutschland nach dem durchwachsenen Sommer relativ groß. Doch was für eine Wetterlage könnte uns einen schönen Herbst bescheren? Ein Szenario, das uns auch über einen längeren Zeitraum stabiles Hochdruckwetter bringen könnte, ist die sogenannte „Omega-Wetterlage“, die sich in ähnlicher Form bereits in der nächsten Woche einstellen könnte.

Omega_12.06.2006
Großwetterlage am 12.06. 2006. Am WM-Sommer 2006 kann man die Omegawetterlage gut erkennen. (Bildquelle: Wetterzentrale.de) [Bildrechte: GFS] 

Woher bekommt die Wetterlage ihren Namen?

Der Name leitet sich von dem griechischen Buchstaben ? (Omega) ab. Wenn sich über Mitteleuropa ein markanter Höhenrücken ausgebildet, dem sich westlich sowie östlich ein tieferer Druck  anschließt, verlaufen die Höhenwinde in Form dieses griechischen Buchstabens. So brachte uns auch eine solche „Omega-Wetterlage“ den schönen WM-Sommer 2006. Auf der Mitteleuropakarte vom 12.06.2006 sind zum Einen die Luftdruckverteilung in der Höhe farbig und zum Anderen die Bodenluftdruckverteilung in Isobaren (Linien gleichen Drucks) aufgetragen. Man erkennt, dass sich in der Höhe hoher Druck bis weit nach Skandinavien hinein ausgedehnt hat und auch am Boden ein markantes Hochdruckgebiet über Mitteleuropa vorhanden ist. So wirkt das Hochdruckgebiet, welches sich über sämtliche Höhenlagen erstreckt, blockierend und lenkt so die Tiefdruckgebiete nördlich an Mitteleuropa vorbei. An dem oben erwähnten Tag gab es in Deutschland verbreitet Temperaturen von 27 °C bis 31 °C und es blieb überall trocken. Die Sonne schien etwa 16 Stunden lang.

Keine Sonnengarantie

Ob die Sonne während einer „Omega-Wetterlage“ bei uns in Deutschland von einem wolkenlosen Himmel scheint, hängt von der Jahreszeit ab. So weisen die Temperaturen  besonders im Frühjahr einen starken Tagesgang auf. Die nahezu windstillen Nächte sind durch die hohe Ausstrahlung  recht kühl, so dass bis in den Mai hinein mit Bodenfrost oder sogar Luftfrost gerechnet werden muss. In den längeren Sommertagen speichert der Boden tagsüber mehr Wärme, die dann bis weit in die Nacht hinein an die Umgebung abgegeben wird. Die Tage werden sonnig und warm bis heiß. Durch den fehlenden Wind können sich bei längerem Anhalten der Wetterlage besonders über Städten Dunstglocken bilden und die Ozonwerte steigen. Je weiter der Herbst voranschreitet,  um so weniger kraftvoll scheint die Sonne. Die Folge sind tiefere Temperaturen. Dies begünstigt die Bildung von Nebel und Hochnebel. Hat sich erst einmal eine Hochnebeldecke gebildet, hat die Sonne im Spätherbst bzw. Winter oft nicht genügend Kraft, diese zu durchbrechen. Eine trübe und eher kalte Witterung sind die Folge.

Hier zum Spätsommerwetter 2011

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Sascha Ackenhausen vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation.+++

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