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Montag, 24. September 2018

Nachricht vom 16.04.2018 12:21 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Wärmepumpe schwächelt

Forschungsergebnisse zum Golfstrom

Seit Jahren diskutieren Forscher kontrovers über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Golfstrom, der auch das Klima bei uns in Europa beeinflusst. Neue Studien liefern nun neue Belege, dass sich der Golfstrom bereits abgeschwächt hat.

Eisberg
Die globale Erwärmung hat mehr Regenfälle und das Schmelzen des arktischen Eises zu Folge, wodurch mehr Süßwasser in den Atlantik gelangt und der Salzgehalt sinkt. [Bildrechte: noaa] 

Der Golfstrom ist eine warme Meeresströmung im Atlantik. Sie beginnt im Golf von Mexiko, wo sie viel Wärme tankt, zieht dann an der nordamerikanischen Ostküste entlang und biegt schließlich bei etwa 35 Grad nördlicher Breite nach Nordosten ab. Ab dort wird der Golfstrom zum Nordatlantikstrom, der das warme Wasser in Richtung Europa transportiert. Durch den Wärmetransport wirkt er wie eine Heizung für West und Nordeuropa. Ohne diese Wärmepumpe wäre es bei uns etwa 5 bis 10 Grad kälter.

Auf seinem Weg in höhere geografische Breiten kühlt sich das Wasser zum einen immer mehr ab, zum anderen verdunstet ein Teil, wodurch der Salzgehalt erhöht wird. Dadurch wird das Wasser dichter und schwerer. Es sinkt in die Tiefsee ab und wird dort wieder in den Südatlantik zurückgeführt.

Dieses starke Absinken im Nordatlantik ist dabei selbst der Antrieb für den Golfstrom, denn es ist ein wesentlicher Auslöser der thermohalinen Zirkulation, die vier der fünf Ozeane durch mehrere Meeresströmungen zu einem globalen Kreislauf verbindet und dabei einen umfassenden Wärmeaustausch bewirkt.

Seit Jahren untersuchen Forscher die Auswirkung klimatischer Veränderungen auf die Meeresströmungen. Ein Wissenschaftlerteam, das Computersimulationen mit Messdaten der Meeresoberflächentemperatur verglichen hatte, kam nun zu der Erkenntnis, dass sich der Golfstrom seit den 1950er Jahren um etwa 15 Prozent verlangsamt habe und vermutet den Klimawandel als Ursache.

Denn die globale Erwärmung hat mehr Regenfälle und das Schmelzen des arktischen Eises zu Folge, wodurch mehr Süßwasser in den Atlantik gelangt und der Salzgehalt sinkt. Das weniger salzhaltige Wasser ist jedoch weniger dicht und deshalb leichter. Es sinkt somit langsamer ab, wodurch die Sogwirkung, die den Golfstrom nach Europa lenkt, abgeschwächt wird. 

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