Tokio – Nicht nur Europa bekommt in diesen Tagen den eisigen Griff des Winters zu spüren. In Teilen Japans waren die letzten Wochen die schneereichsten seit dem Rekordwinter 2005/2006. Besonders betroffen waren die Nordinsel Hokkaido sowie die Ostküste der Hauptinsel Honshu, wo innerhalb weniger Tage örtlich mehr als zwei Meter Neuschnee fielen.
Bis zu zwei Meter Schnee fielen in den letzten Tagen in Japan. (Quelle: Archiv) [Bildrechte: rwk]
52 Tote, über 600 Verletzte
Infolge des heftigen Wintereinbruchs kamen in Japan bislang mindestens 52 Menschen ums Leben. Die meisten von ihnen zogen sich die tödlichen Verletzungen bei dem Versuch zu, ihre Hausdächer von der großen Schneelast zu befreien. So wurden in der Stadt Akita drei Menschen von einer Dachlawine getötet. Besonders viel Schnee fiel in der Stadt Iwanizawa auf Hokkaido. Anfang der Woche belief sich die dort gemessene Schneedecke auf zwei Meter. So viel Schnee hatte es dort seit Aufzeichnungsbeginn 1946 noch nicht gegeben. Über 200 Zugverbindungen sowie zahlreiche Flüge mussten in der Region gestrichen werden.
Weiterhin kräftige Schneefälle
In den betroffenen Regionen wird es auch weiterhin kräftig schneien. Grund dafür sind kalte sibirische Luftmassen, die über das Japanische Meer strömen und dabei viel Feuchtigkeit aufnehmen. Bis Sonntag können vor allem an der Ostküste Honshus erneut über 50 Zentimeter Neuschnee fallen. Nach einer kurzen Milderung zu Wochenbeginn werden sich schon ab Dienstag neue Schneefälle einstellen.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++
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