Mein Wetter 
 Europa  >  Deutschland  >
Freitag, 24. November 2017

Nachricht vom 20.08.2015 13:15 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Wie stark hat der Hitzesommer den Alpengletschern zugesetzt?

Inmitten der Schmelze

Hamburg – In der kommenden Woche beginnen die diesjährigen Vermessungen der Gletscher in Österreich. Auch wenn die Ergebnisse der Messungen erst Ende September zu erwarten sind, so deutet sich jetzt an, dass die Alpengletscher in diesem Sommer erhebliche Eisverluste zu verkraften haben.

Gletscher_Oesterrich_2014
In der kommenden Woche beginnen die diesjährigen Vermessungen der Gletscher in Österreich. Auch wenn die Ergebnisse der Messungen erst Ende September zu erwarten sind, so deutet sich jetzt an, dass die Alpengletscher in diesem Sommer erhebliche Eisverluste zu verkraften haben. [Bildrechte: ZAMG, Weyss] 

Gletscher in Österreich verliert bis zu fünf Meter Dicke

Böttcher: „In Folge der viele und starken Hitzewellen ist es bis in die Gipfellagen aller Alpengletscher zu starken Tauprozessen gekommen.“ Teilweise erfolgte ein Rückzug der Gletscher um mehrere Zentimeter pro Tag. Schon jetzt lässt sich sagen, dass in diesem Jahr deutlich mehr Eis geschmolzen ist, als in den letzten zwei Jahren. So hat der Dachsteingletscher in diesem Sommer bereits mindestens zwei bis drei Meter an Dicke eingebüßt. Österreichs größter Gletscher am Fuß des Großglockners hat sogar in den talnahen Lagen bis zu 5 Meter an Dicke eingebüßt.

Mehr Steinschläge durch Gletscherschmelze

Bei den Schweizer Gletschern geht man laut Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) davon aus, dass in diesem Sommer mindestens ein bis zwei Prozent der Gletschermasse bereits verloren gegangen sind. Im bisherigen Rekordjahr 2003 waren es am Jahresende zwischen drei und fünf Prozent. Während der Hitzephase Anfang bis Mitte Juli haben demnach der Aletsch- und Rhonegletscher rund acht bis zwölf Zentimeter Eisdicke pro Tag eingebüßt. In Folge des Rückzuges der Gletscher erwärmen sich auch die Felsregionen in der Umgebung und der Permafrost zieht sich zurück. Dieser Prozess verstärkt in dieser Jahreszeit die Häufung von Steinschlägen.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Diese Seite zu Google-Lesezeichen hinzuf�gen Diese Seite zu del.icio.us hinzuf�gen Diese Seite zu LinkArena hinzuf�gen oneview - das merk ich mir!
Diese Seite gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf einen der nebenstehenden Buttons, um Sie zu Ihren bevorzugten Favoritenseite hinzuzufügen.
Wetterspiegel Alle auf dieser Site zur Verfügung gestellten Informationen sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
Bitte beachten Sie auch unser Impressum und unsere AGB.