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Freitag, 25. Mai 2018

Nachricht vom 11.01.2018 13:57 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Die Lage bleibt angespannt

Lawinengefahr in den Alpen

Besonders in den Südalpen ist in den letzten Tagen erheblich viel Schnee gefallen, zum Teil sprechen Behörden von mehr als 3 Meter Neuschnee. Diese massiven Schneemengen sind jedoch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt gefallen, denn zuvor gab es recht milde Temperaturen, und der Schnee liegt nun auf einem recht rutschigen Untergrund. Somit ist die Lawinengefahr in den italienischen Alpen sowie in den Dolomiten auf höchstem Niveau. Auch in den kommenden Tagen bleibt die Lage angespannt. Gebietsweise waren einige Regionen von der Außenwelt abgeschnitten. Aktuell kommt zumindest nichts mehr von oben nach. Doch wird es einige Zeit dauern, bis sich die zum Teil massive Schneemasse stabilisieren wird. 

Lawine Bundesheer
Wie auf diesem Archivbild kann sich in diesen Tagen schnell ein Schneebrett lösen [Bildrechte: bmlv.gv.at] 

Grund für die massiven Schneefälle war ein zuvor steuerndes Tief über Spanien, dass auf seiner Vorderseite feucht-warme Luftmassen vom Mittelmeer gegen die Südalpen lenkte. So kam es zu Staueffekten und es die Wolken, die wie ein Schwamm mit Feuchtigkeit gesättigt sind, wurde gezwungen sich ab zu regnen, oder in höheren Lagen abzuschneien. Dabei verstärkte sich der Effekt noch zusätzlich, als sich zum Wochenende ein zweiten Tief in der Frontalzone mit eingliederte. 

Insbesondere diese Südlagen sind es, die für massive Niederschläge sorgen, im Winter mit Schnee und im Sommer mit Regen. Auch im letzten Jahr gab es einige Tiefdruckgebiete dieser Größenordnung, die vor allem den Norden Italiens mit ergiebigen Regenfällen wiederholte Überschwemmungen verursachte. 

In der neuen Woche etabliert sich erst einmal eine Hochdruckbrücke, die sich von Libyen bis zu den Azoren erstreckt. Dem gegenüber können Tiefdruckgebiete über der Nordsee und dem Polarmeer kalte Luft polaren Ursprungs nach Deutschland und auch an die Nordseite der Alpen transportieren. Das Ganze kann auch mit zum Teil kräftigen Winden einher gehen. So kommt nach der Alpensüdseite in der kommenden Woche die Alpennordseite einiges an Schnee geboten. So viel wie in Italien und in der Schweiz in den letzten Tagen wird jedoch nicht erwartet. Mit dem Wind kann es jedoch zu Schneeverwehungen kommen, die ebenfalls neben den Schneefällen die Lawinengefahr weiter verstärkt. Denn fällt wie in diesem Fall nasser, schwerer Schnee auf lockeren Pulverschnee bekommt der Neuschnee keinen sicheren Halt und droht abzurutschen – eine Lawine rollt ins Tal. 

So ist es zwingend notwendig in den alpinen Skigebieten auf die örtlichen Warnungen zu achten und nur die frei gegebenem Pisten zu nutzen. 

Gefährlicher Schnee im Rücken – Wodurch werden Lawinen ausgelöst?

Schon größere Schallwellen, wie zum Beispiel ein lauter Knall, können zur Auslösung einer Lawine führen. Gerade lockere Neuschneeansammlungen über einer verharschten Altschneedecke können bei leichten Störungen instabil werden und zu Tal gleiten. Ein weiterer Faktor bei der Entstehung von Lawinen ist ein starker Temperaturanstieg. Die Schneedecke wird dabei vor allem an den Südhängen der Berge durch starke Sonneneinstrahlung destabilisiert. Schneekristalle schmelzen dabei bis auf den Grund und die Schneedecke „durchfeuchtet“ und gewinnt an Dichte. Geringste Zusatzbelastungen, wie zum Beispiel das Gewicht eines Skifahrers, können dann zum Abgang der Lawine führen. Gerade in den kommenden Wochen ist daher weiterhin mit einer teilweise stark erhöhten Lawinengefahr in den Alpen zu rechnen.

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