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Montag, 23. Juli 2018

Nachricht vom 30.05.2018 14:49 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

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Rekordmai 2018

Offenbach, 30. Mai 2018 – Hoher Luftdruck, der sich von Mittel- nach Nordeuropa verlagerte, sorgte in Deutschland für einen überaus sonnenscheinreichen und außergewöhnlich warmen Mai 2018. So folgte dem wärmsten April seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen 1881 ein ebenso warmer Mai. Heftige Gewitter, Starkregen und Hagel gelangten von Süden her zeitweilig bis in die Mitte Deutschlands und führten örtlich zu erheblichen Schäden. Den Norden und Osten erreichten sie jedoch meist nicht, so dass dort bald große Trockenheit herrschte. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Mai_DWD_2018
Der Rekordmai 2018 hatte viele Gesichter. [Bildrechte: Rdiger Manig / DWD] 

Ähnlich warm wie der Rekord-Mai des Jahres 1889

Mit rund 16,0 Grad Celsius (°C) lag der Temperaturdurchschnitt um etwa 3,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Auch gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben noch rund 3 Grad. Damit war der Mai ähnlich warm wie der Mai des Jahres 1889, dem bisherigen Rekordhalter. Eine exakte Analyse und eine klimatologische Einschätzung der letzten beiden Monate hat der DWD für den 4. Juni angekündigt. Die meisten DWD-Stationen meldeten neue Mai-Rekorde, obwohl der Monat kühl begonnen hatte: Am 2. sank das Quecksilber in Fassberg in der Lüneburger Heide auf -3,8 °C. Doch bald danach trieb die Sonne die Temperaturen auf sommerliches Niveau: Bereits am 9. meldete Lingen im Emsland ein Tagesmaximum von 30 °C. Dort konnte man mit 20 auch die meisten Sommertage (>=25 °C) zählen. Ende Mai rollte eine Hitzewelle heran: Mit 34,2 °C wurde es dabei erneut in Lingen am wärmsten.

Im Nordosten gebietsweise extrem trocken – sonst vielerorts schwere Gewitter

Das Soll von 71 Litern pro Quadratmeter (l/m²) wurde mit etwa 50 l/m² um 28 Prozent verfehlt. Die Unterschiede waren dennoch beachtlich: Im Norden und Osten Deutschlands war es besonders trocken. Vereinzelt fielen dort weniger als 5 l/m², erste Wald -brände entstanden. Im Süden und Westen richteten sich die Niederschlagssummen meist nach den Zugbahnen der häufigen Gewitter. So traten sehr unterschiedliche Regenmengen auf engstem Raum auf. Blitz und Donner wurden häufig von Hagel, Sturm und verheerendem Starkregen begleitet: Am 10. türmten sich Hagelkörner in Ginolfs in der Rhön bis zu einem halben Meter hoch auf. Ein Tornado der Stärke F2 (181 bis 253 km/h) verursachte am 16. bei Viersen, nahe der niederländischen Grenze, große Verwüstungen. Am 24. zogen heftige Gewitter mit ungeheuren Regenmassen immer wie-der über das Vogtland hinweg. In Bad Elster-Sohl fielen dabei 151,8 l/m².

Mai 2018 unter den fünf sonnenscheinreichsten seit Aufzeichnungsbeginn

Der Sonnenschein erreichte mit rund 275 Stunden etwa 140 Prozent seines Solls von 196 Stunden. Damit gehört der Mai 2018 zu den fünf sonnigsten seit dem Beginn flächenhafter Messungen 1951. Vor allem im Norden entstanden an mehreren Stationen neue Sonnen-Rekorde. Begünstigt war vor allem die Ostseeküste, teilweise mit mehr als 370 Stunden. Benachteiligt war diesmal das Gebiet vom Allgäu bis zum Schwarzwald, mit örtlich weniger als 180 Sonnenscheinstunden.

Quelle: DWD

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