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Sonntag, 30. April 2017

Nachricht vom 09.12.2014 15:57 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

... beeinflusst auch unser Wetter

Rekordwärme in der Nordsee ...

Hamburg - Die Oberflächentemperatur der gesamten Nordsee im November hat mit 11,8 °C den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1969 erreicht. Sie lag um 2,1 °C über dem langjährigen Mittel des Monats November von 9,7 °C. Seit 1969 hat sich die Novembertemperatur der gesamten Nordsee im Mittel um 1,1 °C erhöht.

BSH-Grafik Pressemitteilung Rekordwärme Nordsee
Die Grafik des BSH zeigt die Entwicklung der Durchschnittstemperatur der Nordsee im November von 1969 bis heute [Bildrechte: bsh.de] 

Bis 3 Grad über dem Durchschnitt

Regional wurden mit über 13 °C die höchsten Temperaturen im Bereich des Einstromes aus dem Englischen Kanal und an der europäischen Festlandsküste von den Niederlanden bis ins Skagerrak beobachtet. Hier lagen die Temperaturen um 3 °C über dem langjährigen Durchschnitt.

Günstige Wetterlagen

Die Sonneneinstrahlung und die milden Winde in den lang andauernden Hochdruckwetterlagen in Ost- und Mitteleuropa, verbunden mit Tiefdruckgebieten über Westeuropa, haben in Sommer und Herbst für reichlich Wärmezufuhr in den Nordseeraum gesorgt. Vergleicht man die diesjährigen Oberflächentemperaturen des Novembers mit den Werten der letzten 40 Jahre, so setzt sich der Trend zu immer höheren Wassertemperaturen im Herbst fort.

Jahresrekord wahrscheinlich

Damit die Mitteltemperatur für 2014 hinter der im Jahr 2003 erreichten Rekordtemperatur von 11,0 °C zurückbliebe, müsste sich die Nordsee im Dezember um fast 8 °C abkühlen. Die bislang extremste Abkühlung in diesem Monat betrug aber lediglich 2,9 °C im Dezember 2010, so dass die Nordseetemperatur im Jahr 2014 einen neuen Höchststand erreichen wird.

Nicht nur Auswirkungen auf Winterbader

Eine warme Nordsee hat dabei nicht nur Auswirkungen auf die hartgesottenen Winterbader, auch das Wetter wird vom milden Wasser beeinflusst. Ziehen beispielsweise im Winter in der Höhe eisige Luftmassen über die warme See, wird die Schichtung der Luftmassen instabil. Auf diese Weise entstehen über der Nordsee starke Schauer und Gewitter. Diese Schauer treffen bei westlichen Winden vor allem Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wo in einem eng begrenzten Bereich dann länger anhaltende und ergiebige Niederschläge auftreten können. Daneben hat die relativ warme Nordsee direkten Einfluss auf die Lufttemperaturen. Die Temperaturen sinken an der Küste nicht so stark ab, da das Meer Wärme an die unmittelbare Umgebung abgibt. Bei einem vom Meer kommenden Wind ist der wärmende Effekt bis weit ins Landesinnere spürbar. Dadurch sinkt hier im Winter die Wahrscheinlichkeit für frostige Temperaturen.

Quelle: Pressemitteilung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und IWK-Ergänzungen

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Daniel Wünsch vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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