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Mittwoch, 22. Februar 2012
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Nachricht vom 26.01.2012 13:40 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Extreme Behinderungen in Bulgarien und Rumänien

Schneechaos auf dem Balkan

Bukarest – Kräftige Schneefälle sorgen seit Mittwoch auf dem Balkan für extreme Behinderungen. Besonders betroffen waren Teile Rumäniens und Bulgariens.

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Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee innerhalb von 24 Stunden in Bulgarien. (Quelle: Archiv) [Bildrechte: rwk] 

Bis zu einem halben Meter Schnee innerhalb von 24 Stunden

An der Südkante eines ausgedehnten Sibirienhochs zog in den vergangenen Tagen ein kräftiges Tiefdruckgebiet von Griechenland kommend aufs Schwarze Meer hinaus. Auf der Nordseite dieses Tiefs konnte kalte Luft, die sich zuvor über dem Schwarzen Meer mit Feuchtigkeit angereichert hatte, nach Rumänien und Bulgarien gelangen. Die Folge waren ergiebige und lang anhaltende Schneefälle. So erhöhte sich zwischen Mittwoch- und Donnerstagmorgen die Schneehöhe im südrumänischen Craiova von 11 auf 60 Zentimeter. Auch die Hauptstädte der beiden Länder lagen am Donnerstagmorgen unter einer dicken Schneedecke: In Bukarest wurden 23 Zentimeter Schnee gemessen, in Sofia waren es 33 Zentimeter. Allein in der Region rund um Bukarest wurden über 100 Straßen komplett gesperrt, zudem mussten an den beiden internationalen Flughäfen der Stadt mehrere Flüge gestrichen werden.

Auf Schnee folgt Temperatursturz

Im Osten Bulgariens wird es bis einschließlich Freitag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch kräftig weiterschneien. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation erwartet für die Region weitere 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee. In Rumänien ist auf der Rückseite des Tiefs bereits am Donnerstag deutlich kältere Luft aus Nordosten angekommen. Nach den fast noch frühlingshaften Werten von bis zu 13 Grad am Montag in Craiova, konnte sich nach Abzug der Schneefälle sibirische Kaltluft durchsetzen. Am Wochenende liegen dann selbst in Bulgarien die Höchsttemperaturen nur noch zwischen minus 10 und minus 5 Grad. Mit weiteren intensiven Schneefällen muss zumindest im Binnenland vorerst nicht gerechnet werden.

Lake Effect bringt den Küstenregionen weiteren Schnee

Nur unmittelbar an der Schwarzmeerküste sind in den nächsten Tagen noch Schneeschauer möglich, die auf den sogenannten Lake Effect zurückzuführen sind. Zu diesem kommt es immer dann, wenn hochreichend kalte Luft über noch warme Wasserflächen strömt. Aufgrund der labilen Luftschichtung und der ausreichend zur Verfügung stehenden Feuchte können sich Schneeschauerstraßen bilden, die den Küstenregionen örtlich viel Schnee bringen können. Über Land lösen sich diese Schauer dann wieder auf.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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