Stellenweise leichte Schneefälle
Sibirienhoch bringt Kälte
Hamburg – Sibirische Kälte ist auf dem Weg nach Deutschland. In den nächsten Tagen ist stellenweise mit leichten Schneefällen zu rechnen.
In den nächsten Tagen wird es spürbar käter und der Schnee lässt auch nicht auf sich warten... [Bildrechte: Institut für Wetter- und Klimakommunikation]
Schnee bis ins Flachland
Am Freitag kann sich dabei in weiten Teilen des Landes eine dünne Schneedecke bilden. Der Schwerpunkt der Niederschläge befindet sich über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Aber auch in den südlichen Bundesländern wie etwa Bayern und Baden-Württemberg ist mit gelegentlichen Schneefällen zu rechnen. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) rechnet damit, dass sich selbst im norddeutschen Tiefland recht verbreitet eine dünne Schneedecke bilden kann. Nur direkt an der Nordseeküste und ganz im Westen handelt es sich eher um Regen. Die Temperaturen liegen zwischen -2 Grad im äußersten Nordosten und 5 Grad auf den nordfriesischen Inseln.
Es wird verbreitet frostig
Zum Wochenende dreht der Wind auf östliche Komponenten und somit werden aus Russland sehr kalte Luftmassen angezapft und in unsere Richtung transportiert. Besonders in den darauffolgenden Nächten ist überall mit leichten bis mäßigen Frösten zu rechnen. Vor allem dort wo sich eine Schneedecke gebildet hat können die Tiefstwerte auch weit unter die -10 Grad Marke sinken. Tagsüber klettern sie noch besonders im Westen und Nordwesten auf leicht positive Werte. Spätestens zu Beginn der neuen Woche wird sich fast überall Dauerfrost durchgesetzt haben.
Fünf Meter Schnee in den Alpen – ab Freitag weiterer Neuschnee.
Ab Freitag kommt es an der Alpennordseite erneut zu teils kräftigen Schneefällen. Das IWK rechnet damit, dass bis Sonntagabend erneut 10 bis 30 cm Neuschnee möglich sind. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt abermals in den Staugebieten Vorarlbergs, Tirols und Salzburgs. Bei der derzeitigen erheblichen bis großen Lawinenwarnstufe, würde dies zu einer weiteren Verschärfung der Situation führen. Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze liegen bereits fünf Meter Schnee. Hier könnten bis Sonntagabend weitere 30 cm dazukommen. In weiterer Folge werden mit einer östlichen Höhenströmung trockenkalte Luftmassen zu den Alpen geführt.
Kaltluftmasse über Osteuropa
Grund für die gravierende Umstellung der Wetterlage ist ein massives Sibirienhoch, welches an seinem südlichen Rand zunehmend arktische Luftmassen nach Mitteleuropa führt. Durch diese blockierende Wetterlage werden sämtliche Tiefdruckgebiet, die sich auf dem Atlantik befinden nach Nordskandinavien oder in das Mittelmeer umgeleitet. Wie lange uns diese Wetterlage erhalten bleiben wird kann aus heutiger Sicht der diversen Wettermodelle nicht gesagt werden. In Deutschland ist in den kommenden Tagen mit winterlichen Temperaturen und regionalen Schneefällen zu rechnen.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Clemens Grohs vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++