Kiew – Skandinavienhoch „Cooper“ führt zur Zeit bitterkalte Luftmassen aus Sibirien in den Osten Europas. Bei Temperaturen von unter -20 Grad erfroren bisher mindestens 200 Menschen. In den kommenden Tagen bleibt es weiterhin extrem kalt.
Klirrend kalt ist es momentan in Osteuropa. (Quelle: Archiv) [Bildrechte: www.youtube.com]
Notunterkünfte für Obdachlose eingerichtet
In der Ukraine stellten die Behörden 3000 Notunterkünfte bereit, in denen über 50.000 Menschen bereits Zuflucht gesucht haben. Aufgrund der extremen Kälte bleiben fast alle Schulen und Kindergärten im Land geschlossen. Die Regierung rief die Bevölkerung außerdem dazu auf, zu Hause zu bleiben. Besondere Maßnahmen wurden für die Obdachlosen in den Städten getroffen. So wurden in der polnischen Hauptstadt Warschau über 40 Heizpilze auf öffentlichen Plätzen aufgestellt und Notunterkünfte eingerichtet. Im tschechischen Prag wurden über 3000 Obdachlose in provisorisch aufgebauten Zelten untergebracht. Dennoch kam für mindestens 200 Menschen jede Hilfe zu spät. Die meisten Opfer gab es in der Ukraine. Hier kamen bisher 100 Menschen durch die Kälte ums Leben.
Noch kein Ende der Kältewelle in Sicht
Auch für die kommenden Tage ist keine Entspannung der Situation in Sicht. Es wird sogar noch kälter. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation erwartet den Höhepunkt der Kältewelle für Donnerstag und Freitag. Im östlichen Polen, in Weißrussland und im Norden der Ukraine wird die Temperatur dann selbst am Tag nicht über -20 Grad steigen. In den Nächten sind sogar Werte bis -30 Grad nicht auszuschließen. Am Wochenende werden die Temperaturen nur sehr langsam etwas ansteigen. Eine grundlegende Umstellung der Wetterlage ist momentan in den betroffenen Regionen noch nicht in Sicht.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++
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