Update: 27.06.12, 12:30 Uhr – Tropensturm „Debby“ hat Florida überquert und liegt mit seinem Zentrum jetzt vor der Ostküste Floridas. Von Samstagmorgen bis Dienstagabend hat er in Curtis Hill im Nordwesten Floridas für 730 Liter Regen auf den Quadratmeter gesorgt. So viel fällt bei uns etwa in einem Jahr. Grund war die langsame Verlagerung der Niederschlagsgebiete.
"Debby" sorgte für heftige Wolkenbrüche über Teilen Floridas [Bildrechte: wsp]
Personen aus Häusern gerettet
In Sopchoppy an der Küste zum Golf von Mexiko mussten Rettungskräfte 57 Personen aus ihren Häusern retten, die von steigendem Wasser eingekesselt wurden, so Keith Blackmar vom Wakulla County Sheriff’s Office. Aufgrund der Überflutungen mussten auch Teile der Interstate 10 gesperrt werden. Sie ist die südlichste Autobahn der USA, die die Ost- mit der Westküste verbindet.
Gefahr nimmt ab
Nach Prognosen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation verliert „Debby“ bis zum Donnerstag mehr und mehr seinen Einfluss auf Florida. Mittlerweile wurde „Debby“ zu einem tropischen Tief herabgestuft, da seine maximalen mittleren Winde zwischenzeitlich unter die Marke von 63 km/h gefallen sind. Auf seinem Weg Richtung Osten überquert „Debby“ aber sehr warmes Wasser mit Werten von 27,5 Grad, wodurch der Sturm etwas auftanken kann. Unter Umständen könnten Ausläufer dann die Bermuda-Inseln erreichen.
Hier ein Video, dass eindrucksvoll die Überflutungen an der Küste Floridas dokumentiert:
Quelle: www.youtube.com
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Brooksville – Ausläufer des Tropensturms „Debby“ über dem Golf von Mexiko haben Teile Floridas bereits mit sintflutartigen Regenfällen erreicht. Floridas Gouverneur Rick Scott hat unterdessen den Notstand für den US-Bundesstaat ausgerufen.
35.000 Haushalte ohne Strom
Seit Sonntag hat „Debby“ seine Wassermassen über Teilen Floridas ausgeschüttet und zu Überschwemmungen geführt. Durch seine langsame Zuggeschwindigkeit von aktuell nur etwa 5 km/h, können sich die Niederschlagsgebiete des Sturms sehr lange über ein und demselben Ort halten. So vielen allein in Brooksville an der Westküste bis Montag über 300 Liter Regen auf den Quadratmeter. Das entspricht etwa 40 Prozent der jährlichen Niederschlagsmenge in Hamburg. Außerdem wurden mindestens sieben Tornados registriert, die unter anderem Wohnhäuser und Hochspannungsleitungen beschädigten. Auf Grund von Regen und Sturm fiel in der Folge in 35.000 Haushalten der Strom aus.
Hauptgefahr bleiben Überschwemmungen
Am Dienstag hat „Debby“ mit seinem Kern den Nordwesten Floridas erreicht. Bis zum Mittwoch zieht der Sturm langsam von West nach Ost über den Sonnenscheinstaat hinweg. Zwar wird sich „Debby“ nach Prognosen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation nicht weiter verstärken. Dennoch führt er extrem feuchte Luft aus dem Golf von Mexiko mit sich, sodass es bis Wochenmitte zu weiteren Starkregenfällen von bis zu 200 Litern auf den Quadratmetern kommt. Diese Niederschläge könnten die Situation in den bereits überschwemmten Gebieten noch einmal zusätzlich verschärfen. Auch die Gefahr einzelner Tornados bleibt weiterhin erhöht.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Daniel Wünsch vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++
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