Perfektes Wetter für Winterspaziergänge
Viel Sonne und kristallklare Luft
Hamburg – So manch einer mag sich gefreut haben, dass der Winter bisher einen großen Bogen um uns gemacht hat, bei manch anderem machte sich vielleicht auch schon Enttäuschung breit, dass Frau Holle die Flachlandbewohner unter uns in diesem Jahr anscheinend komplett vergessen hatte. Nun hat der Winter im Februar aber doch noch einmal zugeschlagen.
Eine schöne Seite der klaren Winterluft - die Sonnenuntergänge (Quelle: Archiv) [Bildrechte: Jörn Tzschaschel / IWK]
Gefühlte Temperatur unter -20 Grad
Was in diesen Tagen die Kälte besonders unangenehm macht, ist der frische Ostwind. Ein Begriff, der dabei häufig fällt, ist die „gefühlte Temperatur“. Hierbei handelt es sich um ein Maß, das sich aus der Lufttemperatur und der Windgeschwindigkeit berechnet. Je stärker der Wind weht, desto höher ist die Wärmeverlustrate der Haut. Folglich ist bei starkem Wind die gefühlte Temperatur deutlich niedriger als bei Windstille. So liegen unmittelbar an der Ostsee in diesen Tagen die Höchsttemperaturen zwar nur leicht unter dem Gefrierpunkt, durch den starken Wind kommt jedoch hier eine gefühlte Temperatur von unter -20 Grad zustande. Im restlichen Land ist der Wind schwächer. Da die Lufttemperaturen aber deutlich niedriger liegen, bewegen sich die gefühlten Temperaturen hier in einem ähnlichen Bereich.
Richtige Kleidung entscheidend
Wer sich den Temperaturen entsprechend kleidet, dem kann die Kälte aber nichts anhaben. Wichtig ist vor allem eine warm haltende Kopfbedeckung. Über Kopf und Nacken verliert der menschliche Körper bis zu 40% seiner Wärme. Deswegen sind Mütze und Schal unabdingbar, um sich vernünftig gegen die Kälte zu schützen. Hilfreich ist es auch, sich mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander anzuziehen. Die dünne Luftschicht zwischen den einzelnen Kleidungsschichten isoliert gut gegen die Kälte. So ausgerüstet kann das sonnige Winterwetter an den bereits merklich längeren Tagen perfekt für Spaziergänge an der frischen Luft genutzt werden.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++