Steigende Pegel nach kräftigen Regenfällen
Viele Flüsse führen Hochwasser
Hamburg – Nachdem die letzten acht Wochen bereits deutlich zu nass ausfielen, brachten auch die vergangenen Tage deutschlandweit wieder ergiebige Niederschläge. Als Folge führen mittlerweile zahlreiche Flüsse Hochwasser.
Nach mehreren sehr nassen Wochen führen zahlreiche Flüsse Hochwasser. (Quelle: Archiv) [Bildrechte: gallien.org]
Sehr niederschlagsreiches Wochenende
Am Wochenende sorgte das Tiefdruckgebiet „Gisela“ im gesamten Land für ergiebige Regenfälle. In der Nordhälfte fielen verbreitet zwischen 20 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter, was etwa der Hälfte des durchschnittlichen Gesamtniederschlags im Monat Januar entspricht. In der Südhälfte ist vor allem im Bergland ein Großteil des Niederschlags als Schnee gefallen, doch führen auch hier mittlerweile zahlreiche Flüsse Hochwasser. Bereits die vergangenen Wochen waren sehr nass, sodass die gesättigten Böden den zusätzlichen Regen der letzten Tage kaum noch aufnehmen konnten. So ist beispielsweise in Hamburg dieser Winter jetzt schon, nach nur zwei vergangenen Monaten, der niederschlagsreichste seit zwölf Jahren.
Niedersachsen und nördliches Bayern besonders betroffen
In Niedersachsen wurde unter anderem an den Flüssen Wümme, Oste, Aller und Leine die zweite von vier Hochwassermeldestufen erreicht. Bei der zweiten Meldestufe besteht die Gefahr größerer Ausuferungen. Im nördlichen Bayern wurde ebenfalls verbreitet die zweite Meldestufe erreicht, hier entspannt sich die Lage an den Oberläufen jedoch langsam wieder. An den Unterläufen, besonders an Donau und Main, werden die Pegel allerdings noch leicht steigen. In Regensburg, wo der Scheitelpunkt des Hochwassers für Montagabend erwartet wird, wurden vorsorglich Hochwasserschutzwände aufgebaut, um einige besonders nah am Ufer befindliche Gebäude vor Überschwemmungen zu schützen.
Entspannung in den nächsten Tagen
In den nächsten Tagen wird sich die Lage allmählich entspannen. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation erwartet in den betroffenen Regionen vorerst keine signifikanten Niederschläge mehr. Unter Hochdruckeinfluss erwartet uns in den kommenden Tagen ruhiges, teils freundliches und kühles Winterwetter.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++