Orkantiefs können für winterliches Wetter sorgen
Vom Orkan zum Schnee
Hamburg - Orkantiefs können schon mal ordentlich für Wirbel sorgen. Sie bringen bisweilen nicht nur die Fahrpläne der Bahn mehr durcheinander, als sie es eh schon sind. Sie sind neben der Gefahr, die von ihnen ausgeht, auch die Chance, dass sich winterlicheres Wetter in Norddeutschland einstellt.
Nach Orkan „Joachim“ kommt winterliches Wetter nach Norddeutschland - ob es bis Weihnachten so bleibt? [Bildrechte: Institut für Wetter- und Klimakommunikation]
Wie entstehen Orkantiefs?
Orkantiefs entstehen an der Grenze zwischen warmen Luftmassen im Süden und der polaren Luft im Norden. Je größer der Temperaturunterschied ist, umso kräftiger kann ein Tief werden und umso eher kann es sich um Orkan entwickeln.
Ab wann ist ein Orkan ein Orkan?
Von einem Orkan wird immer dann gesprochen, wenn der Wind an irgendeiner Stelle im Bereich des Sturmes zehn Minuten lang mit mindestens 118 km/h weht. Die Böen können kann oft noch viel stärker sein. Da der Wind mit der Höhe zunimmt, sind beim Orkan vor allem die Gipfellagen der Berge diejenigen Orte, an denen der Orkan am stärksten weht. Das ist auch der Grund, warum man bei Orkan auf keinen Fall in die Wälder der Mittelgebirge gehen soll. Hier können Bäume wie Streichhölzer umfallen. Aber auch im Flachland besteht bei Orkan im Wald Lebensgefahr.
Kann ein Orkan die Wetterlage umstellen?
Orkane haben durchaus auch die Kraft, die Wetterlage grundsätzlich umzustellen. Rast ein solcher Sturm in Richtung Osten über uns hinweg, dreht der Wind anschließend oft auf nördliche Richtungen. Und so kann die polare Kaltluft auch den Weg zu uns finden. Nach dem Sturm kommen dann häufig Schnee und Eis. So wird es auch dieses Mal sein: Am Wochenende folgt dem Orkan „Joachim“ ein winterliches Intermezzo. Nur bis Weihnachten wird der Schnee nicht liegen bleiben - im Moment sieht es, zumindest in Norddeutschland, nach der typischsten aller Wetterlagen zum Fest aus: Dem Weihnachtstauwetter.