Februar beginnt überall zu kalt
Winter hat ganz Europa fest im Griff
Hamburg – Mit Tiefsttemperaturen von unter -10 Grad und einem kalten Ostwind präsentiert sich der Februar hierzulande momentan von seiner eisigen Seite. Doch sind wir beileibe nicht die einzigen, die in diesen Tagen frieren müssen. Skandinavienhoch „Dieter“ sorgt in fast ganz Europa für sehr kaltes Winterwetter.
Winterlich ist es momentan in fast ganz Europa. (Quelle: Archiv) [Bildrechte: J. Fruntke]
Besonders kalt in Osteuropa
Liegen schon bei uns in Deutschland die Temperaturen tagsüber gerade einmal zwischen -3 und -10 Grad, so trifft es unsere östlichen Nachbarn noch wesentlich härter. In Polen und Weißrussland verharrt das Thermometer ganztägig deutlich im zweistelligen Minusbereich. Höchsttemperaturen zwischen -15 und -20 Grad sowie Nachtwerte bis -30 Grad machen es hier vor allem den Obdachlosen schwer und haben bereits zahlreiche Todesopfer gefordert.
Winterliches Südeuropa
Wer in diesen Tagen denkt, er könne dem Winter mit einem Kurzurlaub am Mittelmeer ein Schnippchen schlagen, der wird eines Besseren belehrt. Teilen Italiens stehen die kältesten Tage seit über 20 Jahren bevor. Im mittelitalienischen Bergland und sogar an der Adriaküste drohen in den kommenden Tagen ergiebige Schneefälle mit 20 bis 50 Zentimetern Neuschnee. Selbst in Rom, wo sich in den letzten 30 Jahren nur zwei Mal, nämlich 1986 und 2010, eine geschlossene Schneedecke ausbilden konnte, kann es am Freitag weiß werden. Doch nicht nur in Italien, sondern auch auf den Balearen können Urlauber und Einheimische am Samstag ihr weißes Wunder erleben. Bei Höchsttemperaturen von unter 5 °C können einzelne Schauer bis an die Strände herab als Schnee niedergehen. Im türkischen Istanbul ist dies bedingt durch den Lake-Effekt in den vergangenen Tagen bereits geschehen. Über dem Schwarzen Meer konnten sich Schneeschauerstraßen entwickeln, die den höher gelegenen Vierteln der Millionenmetropole bis zu einem halben Meter Neuschnee brachten.
Fast nirgendwo über 10 Grad
Stark negative Temperaturabweichungen betreffen zum Wochenende fast ganz Europa. So wird mit Ausnahme der Küstenregionen Griechenlands und des südlichen Italiens nirgendwo mehr die 10-Grad-Marke überschritten. Sogar Nordafrika wird von der Kaltluft noch erreicht. Der Nordküste Algeriens und Tunesiens steht ein fast schon winterlich anmutendes Wochenende ins Haus. Bei Höchsttemperaturen zwischen 5 und 8 Grad wird hier an Badeurlaub wohl kaum zu denken sein.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++