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Sonntag, 24. September 2017

Nachricht vom 10.06.2016 08:13 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Schiedsrichter erkennen häufig die Gefahr nicht rechtzeitig

Zumutbar – sollte der DFB seine Regeln zum Spielabbruch bei Gewitter ändern?

C Blitzk
[Bildrechte: © by Mark Vornhusen] 

Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation kritisiert die Regelungen, nach denen ein Schiedsrichter bei der Gefahr von Gewittern nach eigenem Ermessen weiterlaufen lassen kann. Gemäß den Erläuterungen des DFB müssen für einen Schiedsrichter "...alle zumutbaren Mittel, das Spiel fortzusetzen, erschöpft sein", bevor er das Spiel abbricht.

Frank Böttcher, Direktor des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation: „Schiedsrichter sind keine Meteorologen und nicht hinreichend geschult in der Beurteilung einer Gewitterlage“ Er weist darauf hin, dass Blitze auch fünf Kilometer außerhalb der eigentlichen Gewitterzelle einschlagen können. „Das bedeutet, dass der Schiedsrichter die Gefahr im Zweifel gar nicht sehen kann, die für die Spieler und ihn bestehen. Wenn die Sonne scheint, kommen Schiedsrichter eher nicht auf die Idee, dass die Fortführung unzumutbar sein könnte.“, so Böttcher. Aus seiner Sicht sollten fachkundige Meteorologen über die Frage entscheiden, ob Spieler durch Blitzschläge gefährdet sind. „Die verwaschene und wenig eindeutige Regel sollte zügig durch eine wasserdichte Bestimmung ergänzt werden.“

Während verantwortungsvolle Bademeister in Freibädern zumeist beim ersten Blitz oder Donner in der Nähe alle Badegäste aus dem Wasser rufen und selbst Rockfestivals unterbrochen werden, wird beim Fußball häufig munter weiter gekickt. Auch die Zuschauer sind durch Blitzschlag gefährdet, insbesondere bei Spielen der Amateurklassen, wo sie häufig ungeschützt am Spielfeldrand stehen. Verantwortungsvolle Organisatoren sollten bei Gewitterlagen jedenfalls die Entwicklung im Blick, fachkundige Meteorologen zu Rate ziehen und Spiele rechtzeitig ab- oder unterbrechen, wenn ein Gewitter naht. Dann sollte Schutz im Vereinsheim gesucht werden, auch im Auto befindet man sich in Sicherheit. Halboffene Regenunterstände am Spielfeldrand bieten dagegen keinen Schutz gegen Blitzschlag. Generell gilt: Bei Gewittern ist ein Aufenthalt im Freien lebensgefährlich, wie die jüngsten Ereignisse auf Sportplätzen zeigen.

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