Schwere Schäden bei einem der schwersten Stürme der letzten Jahre
Orkan fordert Menschenleben
Hamburg - Es war eine der schwersten Sturmnächte der letzten Jahre. Mit Windgeschwindigkeiten bis 150 km/h ist der Orkan über England, die Nordsee, Deutschland und Dänemark hinweg gefegt. Dabei hat er verbreitet schwere Schäden angerichtet und nach letzten Meldungen mindestens 9 Menschen das Leben gekostet.
Die Bilanz in England: Hier starben mindestens 7 Menschen. Eine Engländerin kam ums Leben, als sie von einem herabstürzenden Regenspeier einer Kirche getroffen wurde. Mehr als 90.000 Menschen waren gestern abend ohne Strom, nachdem umstürzende Bäume zahlreiche Überlandleitungen zerstört hatten. Der Zugverkehr in Schottland wurde völlig eingestellt. Zahlreiche Bahnstecken waren durch Bäume blockiert. 80 Reisende mußten mehrere Stunden auf freier Strecke im Zug ausharren, nachdem ein Baum die Lok getroffen und den Zugführer verletzt hatte.
Die Bilanz in Deutschland: Zwei Menschen sind bei dem Sturm ums Leben gekommen.
In Bremen wurde ein 50-jähriger von einem umstürzenden Baum erschlagen. In Oranienburg stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto und verletzte den Fahrer tötlich. Bei einem Rettungseinsatz der Feuerwehr wurden 6 Einsatzkräfte zum Teil schwer verletzt, als ihr Fahrzeug mit einem umgestürzten Baum kollidierte.
Besonders schwer getroffen hat es den Landkeis Dithmarschen. Hier wurden dutzende von Häusern abgedeckt. Zwei Passanten wurden von herumfliegenden Dachziegeln verletzt. Bei Husum ist in der Nacht eine Windkraftanlage umgestürzt. Nach dem ein Techniker vergeblich versucht hatte das Windrad abzubremsen, knickte die Anlage um. Der Technicker kam mit dem Schrecken davon, der Schaden beträgt über 100.000 EURO. In Bremen wurde das Dach einer Lagerhalle der Bahn auf breiter Front abgerissen. In Norddeutschland wurde der Zugverkehr stark beeinträchtigt. Einige Strecken mußten wegen umgestürzter Bäume zeitweise ganz gesperrt werden. In Hamburg erreichte das Hochwasser nicht die kritischen Marken. Jedoch standen zahlreiche Straßenzüge unter Wasser, einige vergessene Autos wurden weggeschwemmt. Im Westen Mecklenburgs wurden zahlreiche Haushalte vom Strom abgeschnitten, nach dem auch hier umstürzende Bäume Oberlandleitungen beschädigt hatten. Es war damit einer der schwersten Stürme der letzten Jahre.
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