Aschewolke (braun) am Donnerstag (15. April 2010) um 13:35 Uhr MESZ nördlich von Großbritannien. [Bildrechte: rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov]
Die Aschewolke, des auf Island ausgebrochenen Vulkans, ist auf direktem Weg nach Mitteleuropa. In etlichen Ländern kam es zu Verspätungen und Ausfällen im Flugverkehr. Große europäische Flughäfen sind lahm gelegt. In Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Irland und Großbritannien wurde der Luftraum geschlossen. Zehntausende Passagiere sind betroffen, auch in Deutschland wurden Flüge gestrichen, so allein 100 Starts und Landungen in Frankfurt/Main. Laut dpa war am Donnerstagabend noch unklar, ob der Hamburger Flughafen für alle Starts und Landungen bis auf weiteres gesperrt werde. Am Freitagmorgen soll der Flugverkehr im Britischen Luftraum wieder aufgenommen werden.
Keine Sperrung des deutschen Luftraums
Die Deutsche Flugsicherung rechne nicht mit einer Sperrung des deutschen Luftraums, teilte die dpa am Donnerstagnachmittag mit. Flugzeuge sollen allenfalls umgeleitet werden und am Freitag könne es zu Verzögerungen kommen.
Aschewolke am Donnerstagabend in Deutschland erwartet
Die Aschewolke bewegt sich mit einer nordwestlichen Strömung auf Deutschland zu und wird am Donnerstagabend in Norddeutschland erwartet. Aktuell prallt sie auf die abgeschwächte Kaltfront eines Tiefs über Nordskandinavien, wodurch sich die Asche zu den Seiten hin ausbreitet und am Donnerstagnachmittag den Osten Großbritanniens und die Südspitze Norwegens und Dänemarks erreicht hat. In Norddeutschland wird am Freitagmorgen ein milchig-weißer, teils gelblicher Himmel erwartet, je nach Konzentration der Aschewolke. Am Freitag könnte ein herrlicher Sonnenaufgang zu sehen sein.
Das folgende Video (Quelle: EUMETSAT) zeigt die Aschewolke (dunkelrot) am 15. April 2010 von 2 Uhr bis 15.30 Uhr MESZ. Es ist gut erkennbar, wie sie von Island aus südostwärts strömt, auf die Kaltfront zutreibt und sich zu den Seiten hin ausbreitet:
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Julia Fruntke vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK). +++
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