Sonnenuntergang in Hannover. Durch die Aschepartikel in der Luft wird die Brechung des Lichts verstärkt. [Bildrechte: Jörn Tzschaschel / IWK]
Durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island ändert sich das
Wetter in Deutschland wenn überhaupt nur sehr geringfügig. Am
Montagnachmittag ist ein Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft-und
Raumfahrt (DLR) aufgestiegen und hat mit den entsprechend nachgerüsteten
Messgeräten verlässliche Daten aus verschiedenen Höhen gesammelt. Die
Daten werden derzeit ausgewertet. Zurzeit legt sich ein leicht diesiger
Schleier feuchterer Luft über Teile Mitteleuropas. Die kaum sichtbare
Staubwolke des Vulkans färbt den Himmel mancherorts milchig, was
markante Sonnenauf- und Untergänge bringen kann. Die Asche blieb bislang
anscheinend aber deutlich unterhalb der Stratosphäre, so dass seine
Wirkung auf das langfristige Mitteleuropäische Wetter derzeit kaum
nachweisbar sein dürfte.
Kurzfristig stärkere Erwärmung am Tage
möglich
Der geringe bis kaum nennenswerte Flugverkehr führt in Teilen
Deutschlands zu einem anderen messbaren Effekt bei den Temperaturen und
nimmt somit leichten Einfluss auf das Wettergeschehen. Fehlende
Kondensstreifen, die durchaus die Wirkung haben können, dass sich aus
daraus resultierenden Kondensationskernen Wolken bilden, die wiederum
die Sonneneinstrahlung mindern, sind aufgrund des Flugverbotes nicht zu
sehen. Dort wo der mehr oder weniger klare blaue Himmel zu beobachten
ist, erwärmt die mittlerweile steil einfallende April-Sonne die
bodennahen Luftschichten am Tage stärker als sonst, dieser Effekt kehrt
sich in der Nacht um. Durch die fehlende Wolkendecke bzw. die nicht
vorhandenen Kondensstreifen kühlt es nachts umso stärker ab. Selbst
Frostnächte sind daher noch in weiten Teilen Deutschlands zu beobachten.
Dort wo bereits eine von Westen hereinziehende Wolkenschicht den Himmel
bedeckt gibt es diesen Temperaturverstärkenden Effekt
selbstverständlich nicht.
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