Gefahr kräftiger Gewitter in Mitteleuropa; 20.-24.05.2012
Update - Kräftige Gewitter - Warnung
Update - Gefahr kräftiger Gewitter in Mitteleuropa; 20.-24.05.2012
Archivbild: Mit den ansteigenden Temperaturen steigt auch das Schauer- und Gewitterrisiko in dre kommenden Woche [Bildrechte: http://www.jsu.edu]
Gefahr von starkem Regen, örtlich Überschwemmungsgefahr in Zentralfrankreich (Zentralmassiv); 21.-22.05.2012
Am späten Nachmittag und Abend entwickelten sich am Montag einige teilweise heftige Gewitter, besonders betroffen waren der äußerste Süden von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und der Osten Frankreichs. Vor allem im Raum Nancy fielen zwischen 18 und 00 UTC enorme Regenmengen, an der Station Nancy-Essey waren es 103 mm, in Nancy-Ochey 61.9 mm. In Deutschland registrierten Rottenburg 36 mm und Hirschthal 46 mm.
Die zu Gewittern neigende Luftmasse bleibt zunächst noch erhalten. Das riesige, ganz Mitteleuropa überdeckende Tiefdruckgebiet "Ivy" verlagert seinen Schwerpunkt bis morgen nach Südosteuropa. Auch das korrespondierende Höhentief mit Zentrum über Italien wandert nach Südosten. Bevor sich am Freitag von Nordosten her deutlich trockenere und kühlere Luft durchsetzt, muss mit weiteren zum Teil kräftigen Gewittern gerechnet werden.
Am Dienstag im Tagesverlauf und bis in die Nacht hinein können sich in weiten Teilen Mitteleuropas und auf dem Balkan Gewitter bilden. Vereinzelt fallen diese wieder heftig aus mit Starkregen, Hagel oder Sturmböen. Unwetterpotential besteht auch am Mittwoch.
Kräftiger Regen fällt am Dienstag noch in Zentralfrankreich, er kann zu gebietsweisen Überschwemmungen führen.
Update - Montag, 21. Mai 2012, 12:00 MESZ
Am Sonntag entwickelten sich in feuchtwarmer Luft vor allem in Benelux, im Westen Deutschlands sowie in Ostfrankreich zahlreiche Gewitter, von denen einige heftig ausfielen und kräftigen Regen sowie örtlich Hagel brachten. An der Station Schneifelforsthaus beispielsweise fielen 40.8 mm Regen innerhalb kurzer Zeit.
Das Tiefdruckgebiet "Yvi" liegt derzeit ausgedehnt über Mitteleuropa, es verändert seine Lage zunächst kaum. Bei nur sehr schwachen Luftdruckgegensätzen bleibt feuchtwarme Luft und zu Schauern und Gewittern neigende Luft wetterbestimmend. Zusätzlichen Einfluss übt ein Höhentief über dem Tyrrhenischen Meer und Italien aus, so dass von Mitteleuropa bis zum Balkan Gewitter und gebietsweise auch größere Starkregengebiete entstehen.
Heute muss im Tagesverlauf in Mitteleuropa wieder mit auflebender Gewitteraktivität gerechnet werden. Vor allem in Frankreich, Benelux, der Nordschweiz und Deutschland kann es kräftig blitzen und donnern, die Gewitter können auch wieder Unwetterpotential haben und dann mit heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel einhergehen. Ruhiger bleibt es ganz im Norden und Osten Deutschlands.
Große Regenmengen sind in den nächsten 3 Tagen auch vom Zentralmassiv in Frankreich bis zum Schweizer Jura zu erwarten, dort kann es gebietsweise zu Überschwemmungen kommen.
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Hamburg - Mitteleuropa steht ein schwülwarmer und gewittriger Witterungsabschnitt bevor. In der am Freitag und Samstag eingeflossenen feuchtwarmen Luft subtropischen Ursprungs entwickelten sich bereits gestern und in der vergangenen Nacht in der Westhälfte Deutschlands einzelne, zum Teil aber kräftige Gewitter.
Auf der Vorderseite eines vom Norden der Iberischen Halbinsel allmählich zum Löwengolf wandernden Höhentiefs entsteht am Boden über Westeuropa eine ausgedehnte Tiefdruckzone, aus der morgen ein eigenständiges Tief über dem Süden Deutschlands hervorgeht. Bereiche mit zusammenströmender Luft in Bodennähe, dynamische Hebungsantriebe durch um das Höhentief laufende Kurzwellentröge sowie nicht zuletzt die tageszeitbedingte Einstrahlung begünstigen die Entwicklung kräftiger Gewitter jeweils bevorzugt in den Nachmittags- und Abendstunden. In Anbetracht der vergleichsweise schwachen Strömung in höheren Luftschichten geht die primäre Gefahr von starkem Regen und Hagel aus.
Am Sonntag und am Montag sind im Tagesverlauf kräftige Gewitter vor allem im Osten Frankreichs, in Benelux sowie in der Westhälfte Deutschlands zu erwarten. Am Mittwoch und Donnerstag weitet sich die Gewitteraktivität voraussichtlich auch auf die östlichen Landesteile aus.
Sonntag, 20. Mai 2012, 13:15 MESZ
Quelle: wettergefahren-fruehwarnung.de